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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 344

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 344 (sequence 28)
Language
German
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— 344 — deutschen Sprache mühsam Aufgebaute. Da reißt endlich Ekel und Unlust ein, bei Eltern wie bei Kindern; jene sehen nicht ein, wie man dieß Lehrfach wird verstlbern können, diese sehen nur jährlich andere und andere Kapitel aufrollen, fühlen sich aber nicht merklich gefördert.. Man versuche es aber einmal langsam und sicher, aber gründlich vorzngehen, und die Schüler werden Lust bekommen, die Eltern werden bald merken, wie viel der heb-- rätsche Unterricht selbst den weltlichen Lehrbüchern genützt habe. Dazu sind freilich auch noch einige Schulbücher nöthig, von denen ich ein anderesmal reden werde. Ebenso behalte ich mir vor, über eigene gottesdienstliche Uebungen für die Schuljugend ein Näheres zu sagen. Jede Schule ist zu tadeln, in der nicht besondere Andachtsstunden, namentlich an Sabbaten für die Jugend abgehalten werden. Eine Auswahl aus der Liturgie muß zu Grunde gelegt werden/ und die Predigt darf nicht fehlen; denn hier wirkt sie noch. Ich selber habe durch 8 Jahre solche Kindergottesdienste geleitet. Meine Wahrnehmungen über Inhalt, Form, Styl und Vortragsweise der Predigten für Schulkinder will ich, sobald mir's die Zeit und der Herr Redakteur gestatten, in diesen Blättern mittheilen. *) Wird aber in einer Volksschule nach obige» Andeutungen verfahren, so darf man Kenntniß des Pentateuchs, einiges aus den ersten Profeten, aus Sprüchen und Psalmen, nöthige Kenntniß der Grammatik, um später mit Erfolg weiter zu studiren, Kenntniß der Geschichte Israels (die natürlich, soferne sie in der hebräischen Quelle nicht gelehrt werden konnte, deutsch vorzutragen ist), die dem Laien zu Wissen nöthige Ufanz im Hause und in der Synagoge von jenen Schülern ohne Ueberbürdung fordern, die bis zu ihrem 12. Jahre in der Volksschule verbleiben, und dann in's praktische Leben übergehen. Die Jugend in den Mittelschulen wird, wenn sie zweckmäßig in der Volksschule unterwiesen wurden, weiter keine Schwierigkeiten in ihrer religiösen Fortbildung selbst bet kürzlichem Zeitmaße finden. Wenn aber schon in gesunden Volksschulen, die über Hunderte von Stunden wöchentlichen Unterrichtes gebieten, die Ueberfütterung mit Materiale, die Hast und Eile im Vorwärtötreiben *) Ich wünsche, daß es Ihnen recht bald möglich werde, mit dieser Mittheilung die Leser dcö B. CH. zn erfreuen. L.

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