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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 330

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 330 (sequence 14)
Language
German
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— 330 — Aeber Rellgionsunlerrichl. Von Simon SzLntü. (Schluß. *) 11. Begriff und Ideal — das sind die Angelpunkte, um die sich die unterrichtliche Thätigkeit zu bewegen hat, und von der Erkenntniß ihres Wesens wird die Feststellung der richtigen Lehrweise nothwendig bedingt. Fassen wir sie noch einmal schärfer in's Auge. Von der Wahrnehmung, Empfindung und Anschauung nehmen beide ihren Anfang, beiden liegt die Vergleichung des Angeschaueten zu Grunde. Von da ab zweigen sich jedoch das Erkennen und Jdealistren in zwei verschiedene Richtungen aus. Der Verstand bemächtiget sich des Stoffes, um durch Weglaffung (Abstraktion) und Zusammenfassung (Reflerion) der gemeinsamen Merkmale sogenannte höhere, übergeordnete Begriffe zu bilden. Die Jdealisirung greift ebenfalls in den Stoff, um durch Steigerung das Maß des Vollkommenen zu suchen, und erzeugt das Ideal, das allein ihr Befriedigung verschafft. Der Begriff ist ein Schemen, ein Schatten, dem kein Wirkliches entspricht, weil jedes Wirkliche schon als Jdividnum determinirt ist. Es gibt kein allgemeines Thier, keine allgemeine Pflanze, sondern immer so und so beschaffene Thiere und Pflanzen. Aber die höhern Begriffe sind uns Bedürfniß, um das Materiale zn ordnen, übersichtlich zu machen, und dem Andrange wie der Flüchtigkeit der Vorstellungen zu wehren. Durch diese künstlich, auf dem Wege der Abstraktion erzeugten Bilder der Dinge, die wir Begriffe nennen, gelangen wir zur Wissenschaft, deren Darstellung mit allgemeinen Sähen, Ariomen, Definitionen, Eintheilungen, Prinzipien beginnt, denen das Besondere unterstellt wird. Hiebet ist consequent-systematische Anordnung die Hauptsache. Das Ideal dagegen ist kein leerer Schemen für den menschlichen Geist. Während wir sehr gut wissen, daß es keine allgemeine Thiere und ~ *) S, 6. Heft. S. L71-S8L.

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