Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 7 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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327 — verstanden, um zu wissen, was Israel thun solle," 6®) so gewann mit der fortschreitenden Kultur auch die von dem herrschenden Ueberflusse auch sonst begünstigte Ueppigkeit, und mit dieser die- Polygamie Eingang in ihren Familien. Aus der Periode der Könige wird berichtet, das Saul, David, Salomo, Rehabeam, Abia und Joasch in Polygamie leb-, ten. Letzterem nahm sein Vormund, der Hohepriester Jojada, zwei Frauen. Der Chronist, der dies berichtet, will damit wohl nichts Anderes sagen, als daß der Hohepriester die Polygamie des von ihm geleiteten Königs auf ein Minimum rednzirte. 63) Solchergestalt war die Vielweiberei selbst der Vornehmsten schon zwei hundert Jahre vor dem Ende des ersten Staatslebens Israels im Abnehmen begriffen; die nationale Ethik hatte dieselbe niemals gebilligt, sondern im Sinne der uralten Ueberlieferungen stets der einehelichen Anschauung gehuldiget, wie dies von hervorragenden christlichen Theologen anerkannt wurde. De Wette: ״Die Sittenlehrer der Hebräer entscheiden sich durchaus für die einfache Ehe, wie man daraus, daß sie immer nur von einer Gattin reden, und aus dem hohen Begriffe, den sie von einem guten Ehe- Weibe haben, schließen kann. Spr. 12, 4.: Ein wackeres Weib ist ihres Mannes Krone, wie Knochcnfäulniß aber das schlechte Weib. Spr. 18, 22.: Wer ein Weib findet, findet Glück. Spr. 19, 14.: Haus und Habe sind das Erbe von Eltern, aber vom Herrn kommt ein vernünftiges Weib. Spr. 31, 10—31. schildert die fleißige im Hause waltende Gattin ganz so, wie sie eS nur als einziges Eheweib sein kann. Lieblich ist das Bild des ehelichen Glückes Ps. 128, 3.: Dein Weib ist ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses, deine Söhne wie Öhlbanmpflanzen, rings um deinen Tisch. Noch mehr scheint der entschiedene Vorzug der Monogamie in den Sprüchen des Syraciden hervorzntreten: 26, 1—4. 6—9. 13—18., wo besonders v. 16. zu bemerken ist: wie die in der Höhe des Herrn ausgehende Sonne, so die Schönheit des guten Weibes in der Welt ihres Hauses, was nur auf die 62) 1 Chrou. 12, 32. Senior Sachs bezieht diese Worte auf die Kalenderkunde (Ha-Jonah S. 38. Anm. 1). *3) 2 Sam. 12, 8. 5, 13. 1. Kön. 11, 3. 2 Ehron. 11, 21. 13, 21• 24, 3.