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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 326

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 326 (sequence 10)
Language
German
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— 326 also drei ans den nördlichen Stämmen und einer aus Jehnda. Die bezüglichen biblischen Berichte haben, wie allgemein anerkannt wird, nur die Tendenz, die politische Machtstellung der betreffenden Helden in das gehörige Licht zu stellen, wie sich auch Priamos bei Homer und Haman im Estherbuche der großen Zahl ihrer Söhne rühmen. Da Ähnliches von anderen Richtern nicht gemeldet wird, dürste man zu vermuthen berechtigt sein, daß sich dieselben der allgemeinen einehelichen Sitte angeschlvffen haben; von Simson ist diks gewiß. Die Bigamie Elkana's, eines Privatmannes aus Efraim, steht vereinzelt da, und fast scheint es, als wolle der Berichterstatter dieselbe durch die Kinderlosigkeit der ersten Gattin Channa motiviren (1 Sam. 1, 2). Nur in dem Stamme Jsachar war die Vielweiberei einheimisch (1 Chron. 7, 4), was mit den sonst bekannten Eigenthümlichkeiten dieses Stammes genau zusammenhängt. Schon der Segen Jakob's sagt von demselben: ״Jsachar ist ein knochichter Esel, sich hinstreckend zwischen den Heerden. Er sieht, daß die Ruhe gut ist, und das Land, daß es anmuthig: und beugt seine Schulter zum Tragen, und ergibt sich der Frohne des Arbeiters (1 M. 49, 14)." Der erste Theil dieses Spruches erläutert sich aus den Schilderungen von der Fruchtbarkeit Galiläa's, welche wir bei Josefns und -den alten Gesetzeslehrern finden. 61) In dem fegten Th eile findet Ritter das Geschäft der nomadistrenden Stämme in der Umgebung Phönizien's gezeichnet, welche den Phöniziern ihre Karawanenthiere stellten und deren Waarenführer waren; denn Zssachar's Stammgebiet, zu welchem die große Ebene Jezreel gen Beisan gehörte, lag auf der großen Karawanenstraße zwischen Phönizien und dem Jordan, die nach Arabien nnd Damaskus führte (Erdk. 16, 19). Wie sich nun die Jssachariten durch diese vielfache Berührung mit fremden Völkern und Anschauungen ״auf die Zeiten fil) Zos. v. jüd. Kr. III. g, 2.: ״Das Land litt niemals an Entvölkerung, denn es ist durchaus fett, weidereich, mit Bäumen aller Art bewachten, nnd verheißt durch seine üppige Fruchtbarkeit auch dem trägsten Ackerbauer reichen Lohn." Sabb. 47, a. 78, a. Chul. 83, a. Nazir 31, b. Sanh. 11, b. Landau, Wrtrb. 2, 133.

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