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Ben Chananja · 1860-01-01 · 7 (1860) · p. Seite 320

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
7 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 320 (sequence 4)
Language
German
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— 320 — Schritt zur Polygamie, dieser Verkehrung des schöpferischen Grundgesetzes, welche eine Quelle unsäglicher, besonders im Orient hei- Mischer Greuel geworden ist." In gleichem Sinne erläutert schon Abravanel, daß die Schrift Lemech's Bigamie ausdrücklich erwähnt, um dessen sinnliche Versunkenheit hervorzuheben. 48) Von einer Nachahmung des Beispiels Lemech's unter den Sethiten berichten die Quellen nichts; dagegen wird das eineheliche Leben Noach's, Abraham's, Nachor's, Lot's, Jsmael's und Jsak's als etwas allgemein Uebliches, sich von selbst Verstehendes dargestellt. Die Verbindung Abraham's mit Hagar ist ein Werk Sara's, die ״erbaut" sein will, und die biblische Erzählung betont diesen Umstand, um den Vorwurf willkürlicher Polygamie von dem Patriarchen abznwälzen: Abraham fügt sich nur dem Willen Sara's, indem er Hagar zum Weibe nimmt. Dasselbe gilt von Jakob in Bezug auf Bilha und Silpa; die Ehelichung Lea's beruht auf einem Mißverständnisse, da Jakob durch seines Herzens Neigung an Rachel gefesselt war. Die biblische Darstellung will Jakob's Zweiweibigkeit offenbar nicht ihm, sondern Laban zur Last legen. Esau, der Stammvater des verhaßten Edom, ergibt sich der Vielweiberei; 4^) die zwölf Söhne Jakob's, Jsrael's Stammväter, beschränken sich auf ein eineheliches Leben! — Allen diesen Ueberlieferungen ist das eineheliche Gepräge so unverkennbar aufgedrückt, daß man unmöglich dem Gedanken Raum geben kann, die Polygamie sei in dem patriarchalischen Zeitalter herrschende Sitte gewesen. In der Thora wird, wie auf dem Gebiete der Gottesverehrung der Monotheismus, so auf dem des häuslichen Lebens die Monogamie als das Ursprüngliche vorausgesetzt. Wollte ד Zur St.: להודיע שלחוט הי׳ אחר בולמוס של עריות• 1. M. 4, 19. 6, 18. 7, 7. 13. 8, 10. 11, 29. 16, 1—3. 19, 16. 21, 21. 28, 9. 30, 3. 36, 10. Dies ergibt sich schon aus der geringen Kinderzahl: Es hat näm- ׳ lich Reuben 4, Simon (der in sukzessiver oder simultaner Bigamie lebte) 6, Levi 3, Jehuda 5, Jsaschar 4, Sebulun 3, Gad 7, Ascher 4, Josef 2, Benjamin 10, Dan 1, Nasthali 4 Söhne (1 M. 46, 7—24). Nach 4 M. 26, 38. 39. und 1 Chron. 8, 1. 2* hatte Benjamin nur 5 Söhne. Daß die Stammväter der beiden Hauptstämme Jehuda und Efraim in Monogamie lebten, wird ausdrücklich berichtet (1 Chron. 2, 3. 7, 23).

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