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Ben Chananja · 1860-01-01 · 6 (1860) · p. Seite 304

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
6 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 304 (sequence 44)
Language
German
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— 304 — sichern Bund stiften. In der Ansprache an den Bräutigam. ״In dem Sie.. . diesen Ring Ihrer Braut übergeben, erklären Sie vor Gott, den Zeugen, und der ganzen Gemeinde.sollten letztere Worte lieber wegbleiben. Dieselben machen nämlich glauben, daß die ganze Gemeinde, in welcher sich in der Reget die nächsten Anverwandten befinden, zur Zeugenschaft ansgerufen werde, was vom Standpunkte der Halacha leicht zu Erörterungen über die Giltigkeit der Zeugenschaft und der Trauung Veranlassung geben kann (Eh. Mispat 36, 1. und S. Kohen dazu s. auch Nechtsgutachten Besamim Rosch Nr. 87.88). Die Unterscheidung רפואת הנפש und הגוף. רפואת S. 215. ist allerdings dem dem herkömmlichen Gebete entnommen. Sie ist aber sehr unpassend, da sie bei dem betreffenden Kranken eine Seelenkrankheit voranssetzt, was nur höchst selten der Fall ist. In der Mischnah Nedar. 4, 4. steht der רפואת הנפש nicht die ד הגוף sondern die ד הממון gegenüber; elftere wird vielmehr ausdrücklich als ר׳ גופו erklärt (Gem. das. 41, b). Trotz dieser Attsstelluttgen ist das Buch sehr empfehlenswerth, wie es den» auch von hervorragenden jüdisch-theologischen Autoritäten empfohlen wurde, namenrlich auch. von dem Großherzoglich-Baden'schen Oberrathe der Israeliten. Wir erfahren aus dem bezüglichen Erlasse, daß in Baden noch Brüderschaften (הברות) bestehen, denen Vorträge gehalten werden. In der Österreichischen Monarchie gehören solche Vereine gegenwärtig zu den größten Seltenheiten. Die Ausstattung des Buches ist sehr anständig, und sind uns nur sehr wenige Druckfehler anfgestoßen. Lorrespondenz. Ausland. Frankfurt, im März. *) Die Stadt Frankfurt ist um ein herrliches Bauwerk reicher. Auf dem selben Grunde, auf dem die altehrwürdige Synagoge sich erhob, steigt jetzt ein Tempel empor, der in seiner edlen, lieblichen Formen gleichsam den Sieg einer helleren Zeit verkörpert. Am Ende der Bornheimer Straße zeigt sich dies würdige Gotteshaus den Blicken, welches seinen westlichen Flügel dieser Straße zukehrt, seinen östlichen gegen die Allerheiligen-Straße wendet. Ein Werk des hochbegabten Architekten, Johann Georg Kay ser, eines Sohnes dieser Stadt, wurde die Synagoge im schönsten maurischen Stil ausgeführt, in jenem Stil, der für Synagogen so glücklich und paffend gewählt scheint, und der nach den sinnigen Entwürfen eines Semper, Förster, Simonsohn und A., in Dresden, Wien, Pest, Leipzig und anderen Städten so herrliche Muster in dieser Art von Gebäuden geliefert hat- « *) Durch Zufall verspätet. Red.

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