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Ben Chananja · 1860-01-01 · 6 (1860) · p. Seite 298

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
6 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 298 (sequence 38)
Language
German
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298 verschiedenen ללרלת vertheilen. Die Divergenzen der Schamuraiten und Hilleliten werden im Einzelnen durchgenommen und nach sorgfältiger Vergleichung die aus den verschiedenen Jnterpretatiousmethoden hervorgehenden Grunduuterschiede herausgcfunden Die erste Generation erstreckt sich durch ungefähr 70 Jahre von den Schülern Schammai's und Hillel'S bis auf Ot Jochanan ben Sackai, dir zweite umfaßt die Tnnnaim von Rabban Gamliel bis R. Elieser ben Zadok, die dritte von R. Tarfon bis R. Schim'on Schzuri, die vierte von der Schule R. Jsmaels bis zum Tode des R. Simeon ben Gamliel, die fünfte umfaßt die Lehrer von R. Nathan und R. Jehuda hanafi bis zu den Männern, die nicht mehr in der Mischnah angeführt werden und in die sechste und letzte Periode gehören. Jeder Einzelne der bedeutenderen'Mischnahlehrer wird besonders behandelt und charaklerisirt und viele an dieselben anknüpfende, geschichtliche Thatsachen näher erörtert. Für die Entzifferung des Lehrinhaltes find auch die oft angeführten מנהג אנשי ירושלים ,אנשי יהלרה ,אנשי גליל und die mit der Formel בהאשלנה eingeführten alten Normen wichtig. Der Verkehr, die Vermittelung der Ansichten zwischen den Tannaim wird als nicht zu allen Zeiten gleich nachgewiesen. Neben dem unmittelbaren mündlichen Gedankenaustausche bestand auch der durch die Schüler und spätere Traditionisten vermittelte. Die immer mehr anwachsenden Halachoth mußten, um nicht das Gedächtniß zu erdrücken, nach bestimmten Prinzipien geordnet und iu besondere Partieen abgegrenzt werden. Dieß geschah mit der Redaktion der Mischnah, wovon der dritte Abschnitt handelt. Allgemein wird zwar R. Jehuda hanafi (ריבי) als der alleinige Redakteur der Mischnah angesehen, aber es läßt sich mit Bestimmtheit Nachweisen, daß schon R. Akiba und R. Meir sich mit der Mischnahredaktion befaßten. Außer einigen anderen Belegen spricht schon der Satz: סתם מתני' ר״מ... וכולוזו אליבא דר״ע dafür. Aus der Kombiuirung dieser drei Redaktionen entstand der heutige Mischnahtert, der aber auch manche Zusätze aus späterer Zeit hat, in denen nämlich schon הבי angeführt wird. Nicht alle zeitgenössischen Gesetzlehren waren mit הבי im Punkte der Redaktion und im Mischnahterte einig, wovon mehrere Beispiele angeführt werden. Ob die von הבי endgültig abgeschlossene Mischnah sich in dieser Fassung bloß mündlich fortpssanzte, oder ob sie gleich schriftlich ausgezeichnet wurde, darüber sind die Ansichten getheilt. Scherira und Maimoni sprechen von einer schriftlichen Firirung, während Raschi sich für eine mündliche Verbreitung ausspricht. Für beide Ansichten können Umstände und Thalmudstellen angeführt werden, doch sind die zu Gunsten Raschis sprechenden minder kräftig und können auch in anderer Weise gedeutet werden. Die Unterschiede in der Rezenfion der bloßen Mischnajoth und der mir dem jeruschalmischen und babylonischen Thalmnd zusammengedruckten Mischnahterte sind sehr erheblich, was au Beispielen aus □לרעי 'D nachgewiesen wird. Die heutige Ordnung der סדהים beruht nicht auf einer späteren Eintheilung, sondern wird schon von R. Simeon ben Lakisch, mit Anlehnung an einen Bibelvers tradirt (Sabbath 31).

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