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Ben Chananja · 1860-01-01 · 6 (1860) · p. Seite 297

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
6 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 297 (sequence 37)
Language
German
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— 297 Hintergrund treten und nur wenige Namen aus jener Schule uns erhalten sind. Einzelne Theile des Kanon, manche Gebetstücke nnd durch die Zeitverhältuiffe gebotene תקנות werden mit Bestimmtheit auf die Soferim zurttckge-- führt. Es stellte sich aber bald das Bedürfniß nach einer präzisen! und zusammenhäugendern Fassung der noch immer flüssigen soferischen Eregesen heraus und in den spätem Akademieen wurden, um dem Gedächtniste zu Hilfe zu kommen, einzelne bestimmte Theile der Schrift, mit den an dieselben sich anlehnenden Traditionen zu einem geschloffenen, einheitlichen Ganzen verarbeitet. Dieß geschah in der Mischnah, die sich zumeist historisch referirend verhält und in der weiteren, auf die Entwickelung und Begründung näher eingehenden Hälacha. Die Art und Weise der Eruirung der halachischen Weiterbildungen des Bibelwortes war natürlich in den verschiedenen Schulen und bei den verschiedenen Gesetzlehrern verschieden. Mit der richtigen Erkenntniß dieser verschiedenen Jnterpretationssysteme läßt sich auch das Alter der einzelnen Halachoth bestimmen. Ob die Halacha früher als der sie entwickelnde Midrasch vorhanden war, oder umgekehrt, darüber waltete schon ein Streit zwischen den Gelehrten der früheren Jahrhunderte, so zwischen Maimoni und Nachmal (im ׳ המצותD), Uni eine festere Handhabe zur Entwickelung der Tradition aus dem Tertesworte. zu gewinnen, stellten die Gesetzlehrer gewiß Jnterpretationsregeln, מרות auf, die zuerst von Hittel auf sieben, später von R. Ismael auf dreizehn beschränkt wurden. Sie sind sämmtlich bis auf die zuweilen auf bloß äußerliche Analogie beruhende ג״וש, wie logische Denkgesesetze. Außer diesen Regeln treten noch andere Grundsetze ein: Dl סמוכין ,יש א□ למקרא u. s. w. und die in der Mischna nur zweimal (סאה H, 6; ידיים IV, 3), aber im Thalmud häufig vorkommende הלכה למשה מסיני/ die nach der Erklärung des רא״ש als דבר ברור כהל״מ zu betrachten ist. So weit der erste יסרק Der zweite מהק macht die Leser mit den Mischnahlehren bekannt, geht aber weniger auf das äußerlich Biografische, als auf eine innere Charakterisirung nach den Geistesrichtungen nnd Forschungsmethoden ein. Es fällt dadurch manches interessante Streiflicht auf einzelne Aussprüche der Autoren, welche, wenn, aus dem Zusammenhang gerissen, auffallend erscheinen, aber in Beziehung zu dem Juterpretationssystem des Tradirenden gebracht, sich wohl erklären lassen. Nach Darlegung der Korruptelen, welche durch die Abkürzung der Eigennamen in den Tert gekommen find, (z. B. ר״מ mit ר״ט) werden die verschie» denen Generationen der Mischnahlehrer abgegrenzt. An der Spitze stehen die JWpfi חכמי, die bis zur großen Synode hinaus reichen und von denen sich einzelne נורות ,תקנות erhalten haben, die bereits als fertig auftreten nnd deren Genesis wir nicht mehr kennen. Den Männern dieser Schule, die in Aboth namentlich angeführt sind, können nah die זקני□ הראשונים und das ב״ר של חשמונאם angereiht werden. An der Grenze zwischen den הכמי תקנות und den הכמי ההלכה stehen Schammai Hiltel. Mit ihren Schülern (ב" ש וב״ה) wird die Reihe der Halachahtehrer eröffnet, die sich auf sechs

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