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Ben Chananja · 1860-01-01 · 6 (1860) · p. Seite 285

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
6 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 285 (sequence 25)
Language
German
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י- 285 — scheu welchen beiden Reichen Jerusalem sich als Sptelball befand, (Daniel 11, 6.) oder auch weil Babylon alle nordwärts von Palästina liegende Reiche bereits unter seine Herrschaft gebracht. (Jerm. 1, 15.) Was aber die Tosefta Megila 3 anbelangt, so sieht jeder Thalmudkundige, daß der beigefügte Ausdruck: s2V מצעו בהיכל weder die Erklärung der Tosefoth (Berach 6, a: אהורי) znläßt, noch der Ansicht Maimonides (Tefila 11, 3.) beipflichtet, daß hier blos eine Norm für den Eingang der Synazogen vorgeschrieben sei. Denn abgesehen davon, daß sich alsdann bei uns Eingang und Hechal auf einer und derselben Seite nämlich an der Oftseite befinden müßten, ist es auch nnerklärbar, warum unsere Synagogen der Stiftshütte in der Wüste blos mit dem Eingänge und nicht auch mit der Lage des viel wichtigem Hechal analog dem Allerheiligsten nachgemacht werden sollten. Die Ansicht der Tosefta ist. klar, daß der Eingang nach Osten und der Hechal westlich liegen soll. Was endlich Hr. Basch zum Schlüsse sagt, daß sich in der östlichen Gebetrichtung vielleicht die Hoffnung auf den dereinstigen Sonnenaufgang des Heils Israels manifestirt, so wollen wir bloß darauf Hinweisen, daß der blinde Greis R. Schescheth (B. B. 25. a.) seinem Diener auftrug, ihn beim Gebete nach allen Seiten, nur nicht nach Osten zu stellen, was der Jeruschalmi (Berach. IV. p. 8. b.) aus einer Stelle des Profeten (Hesek 8, 16.) deduzirt. Nun begreifen wir nicht, wie man gerade das Gegentheil, Abwendung von allen Seiten und einzige Richtung nach Osten, als pflichtmäßige Vorschrift halten könne? Die neuorthobore Romantik in Stuhlweißenburg. Der ehrsame jüd. Kultus-Gemeinde-Borstand hat an den Red. d. Bl. — und auch an andere Rabbinen — folgendes Schreiben gerichtet: Ew. Ehrwürden! Unterfertigter Kultus-Vorstand erlaubt sich in der festen Ueberzengung, das es Männer in Israel gibt, die vom echten Profetengeiste belebt, ihr Wort zur Verteidigung der Wahrheit

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