Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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271 — eines gelehrten Arztes zu Gebothe stand, der auf eigener Faust, den Schlußvers seines Manuscriptes zu einer Norm für die Be- Handlungsweise des rationellen Arztes recht genial ausdeutete: Aber das darauf Folgende überzeugt nns bald, daß das ganze Stück ein fremder Zusatz, und zwar, wie ich gefunden habe, ans Sohar chadasch Bolak 44. b. ist, wo dieser Arzt י1ק רקסרי genannt wird und dessen Buch zitirt wird. Und sowohl die spanischphilosophische Ausdrucksweise, wie die Anspielung auf die im Mittelalter häufig gebrauchten ף שמ1ש תורה: שמ1שים שמוש תהלים zeigen von der Zeit der Abfassung letzt genannter kabbalistischer Schrift. — So viel nur können wir aus solchen Stellen, wie aus den vielen zerstreuten Anmerkungen der Herausgeber entnehmen, daß dieses Werk noch nie eine, die vorhandenen Handschriften und Ausgaben kritisch benützende Ausgabe erlebt hat, und daß es die Aufgabe der nach Wissenschaftlichkeit strebenden Jeztzeit ist, eine mit kritischer Umstcht gehandhabte Revision der vorhandenen Sohar-Auögaben und Handschriften zu unternehmen. — (Fortsetzung folgt.) Heöer Retigionsunlerrichl. Von Simon SzLntv. 1. Herr Dr. Hecht hat mir und meinen vermeintlichen Bundesgenossen, die wir den Gebrauch der systematisch geordneten Religionsbücher neben oder gar statt der Bibel in Volks- und Mittelschulen verdammen, den Fehdehandschuh hingeworfen. Ich meinerseits nehme den Letztem sehr gerne hiemit auf. Denn erstlich kann eine so wichtige Angelegenheit nicht oft genug zur Besprechung gebracht werden; anderseits ist mir aber eine mißbräuchliche Anwendung und verkehrte Durchführung des von mir verfochtenen Prinzips ף Cf. תשד רשבא an vielen Stellen.