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Ben Chananja · 1860-01-01 · 4-5 (1860) · page 101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
4-5 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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Beilage zum Ben Chattanja. r*■ W <* 1* »1» an den Herrn vr. I. Hildesheimer, Rabbiner zu Eisenstadt. Von Hirsch S. Fasset, Oberrabbiner in Groß-KaNischa. Ich habe gestern den Protest gegen eine Philippson'sche Bibelübersetzüng, unterschrieben von 40 ehrwürdigen Herren Amtsbrüdern ddto Schebat l. I. erhalten und da Sie, geehrter Herr Amtsbruder, in einer Nachschrift die möglichste Verbreitung dieses Protestes in Synagoge, Gemeinde und Schule wünschen, so muß ich Ihnen den Grund angeben, warum ich Ihrem Verlangen bei aller Hochachtung gegen Sie und gegen die sehr ehrwürdigen Herren, die den Protest unterschrieben haben , nicht entsprechen konnte. Ich glaube durch meine Werke hinlänglich bewiesen zu haben , daß ich mit Leib und Seele der thalmudischen Lehre äugehöre und an Tradition fest und innig glaube. Würde also Herr Di׳. Philippson einen billigen Bibel-Comnientar für Gemeinden und Schulen zu liefern beabsichtigen, so möchte ich mich gewiß dem Proteste auschließen. Der Philippson'sche Commentär wimmelt von Verstößen gegen Tradition und thalmudifche Lehre. Es heißt mit Recht im Proteste der 40 ehrwürdigen Männer : — ״sollen hier einige wenige Beispiele angeführt werden." Ich habe nicht einmal den 4. Theil nur von der Thora gelesen und doch schon mehr anstößige Stellen gefunden, als der Protest aufzählt. Es heißt z. B. am Schlüße des 11. Kap. des 3. B. Mos. : ״Hingegen läßt sich in dem Verbote des Böckletns in der Milch der Mutter die Vermeidung der Grausamkeit oder noch mehr eines versteckte» Spottes auf Gott und seine natürlichen Verordnungen', daß dasselbe in demselben Stoffe verzehrt werden solle, welcher von Gott zu dessen Ernährung bestimmt ist, nicht verkennen, besonders wenn es mit dem Verbote Mutter Und Junges in einem Tage zu schlachten zusammen gestellt wird." Welch ein Hohn ist hier der thalmudischen Tradition und Lehre gesprochen! Abgesehen, daß עואין מצות המקום רחמנות אלא גורות. (Siehe Berachoth 33, b.) so wäre ja nach dieser Deutung gewöhnliches Fleisch in gewöhnlicher Milch zu kochen und zu essen erlaubt, und bei ״Mutter «nd Jungen" wäre kein Unterschied, ob das eine geschlachtet oder gestochen wurde, was aber ganz gegen die thalmudifche Lehre (Siehe 114811

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