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Ben Chananja · 1860-01-01 · 4-5 (1860) · p. Seite 254

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
4-5 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 254 (sequence 98)
Language
German
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— 254 — friedliche, wohlwollende, nachsichtige wie keine andere, und gestattet jedem in seinem Berufe nach freiem Ermessen zu wirken. Darum mögen jene Manner, zu deren Beruf es vorzüglich gehört, Gegensätze zu versöhnen, die Gemüther zu beruhigen und den Frieden zu erhalten, nicht selber den Samen der Zwietracht streuen, besonders jetzt nicht, wo Eintracht und Einigkeit mehr als je Noth thut. — Ich hätte Ihnen noch Manches über hiesige Zustände, besonders über die Wirksamkeit der hier seit 10 Jahren die Gemeinde-Angelegenheiten verwal- Lenden Cultus-Gemeinde-Repräsentanz zu berichten, aber ich behalte es mir für die nächste Correspondenz vor. *) J: ■ Atts Böhmen, deu 1. April. Wir sind keine Lobredner der sögenannten Privgt-Lehr- und Erziehungsanstalten, weil in der Regel sowohl Lehrkräste als Lehrmittel an Tüchtigkeit und Umfang denen in öffentlichen Schulen nachstehen. Doch dem Verdienste seine Krone! Dieses Verdienst kommt vorzüglich dem hier unter der Leitung des H. Frei stehenden Erziehungs- und Lehrinstitute für Knaben zu. Bei der vor Kurzem an derselben abgehaltenen Semestral-Prüfung, bei der wir zufällig anwesend gewesen, waren wir nicht wenig überrascht von den Fortschritten in allen Fächern der Volksschule, welche die Zöglinge aller Klaffen — Kinder von etwa 6 bis 14 Jahren — bekundeten. Das Erlernte war kein mechanisch Eingepropstes, kein Dreffirtes, sondern ein wohl Bedachtes, Begriffenes, in Saft nnd Blut Uebergegangenes, was jeder der von den Kindern gegebenen Antworten kund gab. Aber noch ZW als die Fortschritte der Kinder erfreute uns die Reinheit der Spracht der AM stand im Betragen, Ihr Sinn für das Schickliche, und das blühende, wohlthuende Aussehen derselben. Die Anhänglichkeit derselben für den Leiter des Instituts, den sie wie einen Vater ehren und lieben, die vertrauensvolle Weise, in welcher sie sich ihren Lehrern nähern, ist ein beide ehrendes Zeichen und eine größere Bürgschaft für die pädagogische Begabung und Tüchtigkeit derselben, als alles andere. L. Pest, im April. Unser allgemein verehrter Prediger, H. vr. Josef Bach, hat in Anerkennung seines 40-jährigen segenreichen Wirkens als Religionslehrer nnd PrHiger, von unserm allergnädigsten Monarchen das gold ene Verdienstkreutz erhalten. Nächstens erscheint das i. Heft der ״Charakterbilder aus der jüdischen Geschichte" von Ignatz Friedman«, welche Ihren Lesern unbeAngt empfohlen zu werden verdienen. Die Charakterbilder sind ganz geeignet, das Interesse an der jüd. Geschichte zu erwecken, und die Wißbegirde zu befriedigen. FünfKrchen, im März. Wir erhalten von daselbst aus authentischer Quelle eine ״Entgegnung" auf den im 1. Hefte d. Bl. enthaltenen Korrespondenzartikel. Aus dieser Entgegnung geht unzweifelhaft hervor, daß die Gründung der dortigen Schule ein Werk des Cultus-Gemeinde-Vorstandes ist, *) Um deren baldige Einsendung ich Sie herzlich bitte. * Red.

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