Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 4-5 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 91)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 247 — componirt von Julius Sulzer eröffnet. Hierauf trat der Statthalterei«Sekretär Ritter von Hoch in Galla-Uniform hervor, und setzte die in der That nicht geringen Verdienste des Dir ektor's Deutsch auseinander. Eine Eopie dieser Rede die zwar sehr trefflich und warm die Leistungen des verdienstreichen Dekorirten, besprach, zu liefern, ist um so weniger nöthig, als die Rede bei aller Vortrefflichkeit doch nur eine schwache Eopie jener Berichte über Deutsches Verdienste enthielt, die hier mib* tu andern Blättern die wahrheitsgetreue Darstellung schon so oft gefunden haben. Hierauf hielt H. Direktor Deutsch die Rückantwort — kurz, männlich, gediegen — und doch bescheiden. Er wies auf Kollisch zurück, den Gründer der Anstalt, den der Monarch schon früher mit der gleichen Auszeichnung gekrönt hatte. Ein Lebehoch das er dem Kaiser brachte, wurde im lauten Chor von den taubstummen Zöglingen wiederholt. Zuletzt trat ein eben solcher Schüler hervor, und sprach zur Beschämung mancher vollfinnigen Kinder das übliche Gebet mit vernehmlicher Stimme und richtiger Betonung vor, an oas sich dann unter Leitung des Prof. I. Sulzer die Volks- Hymne, vorgetragen vom Tempel-Ehor-Personale anschloß. Die Vertreter der Gemeinde überreichten durch ihren Sekretär H. vr. L. A. Frankl einige Tage später eine Adresse dem gekrönten Pädagogen, worin sie seine Leistungen belobten, und die ihm wiederfahrene Ehre und Auszeichnung mit Freuden begrüßten, da der Rester der kais. Huld auch der ganzen hiesigen Gemeinde, deren rühmvolles Mitglied der Direktor Deutsch ist, zufalle4׳ II. H.sM.-Bäfäichely, im April. H. Jakob Blau hat der hiesigen Hauptschule zum Behufs der Prämienvertheilung an fleißige Schüler ein Geschenk gemacht. Pest, den 12. April. Amicus Platonis, amicus Socratis, sed magis amicus veritatis. Ihr gewöhnlicher Referent von Pest, der über die Vorgänge im Verein zur Beförderung der Handwerke, und des Ackerbaus unter den Israeliten in Ungarn, so gm unterrichtet ist, wird Ihnen auch über die jüngst abgehaltene Generalversammlung gewiß ausführlich berichten. Ich begnüge mich im Allgemeinen den tiefgefühlten und erfreulichen Eindruck zu bestätigen, den der Bericht über die Wirksamkeit des Vereines im Jahre 1859 und die Ansprachen des Herrn Direktors Kern und des Herrn Oberrabbiners, welche die bis jetzt an den Tag gelegte Opferbereitwilligkeit für die Zwecke des Vereines dankend hervorhoben, und zu neuen Anstrengungen aneiferten, auf alte Zuhörer hervorbrachten. Um den dadurch hervorgerufenen Enthufiasmns, der sich durch mehrere Spenden für den ernstlich in Angriff zu nehmenden Zweck der Verbreitung des Ackerbaus offenbarte, nicht durch einen Mißton zu stören, habe ich mir vorbehalten, ein Paar Bemerkungen, die mir das lebhafte Interesse für das Gedeihen dieses Vereines eingab, im Wege Ihrer vielgelesenen Zeitschrift bekannt zu