Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 4-5 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 214 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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— 214 — durch Nichtbeachtung jener Grade verunreiniget haben (3 M. 18, 2. 3. 24. 27.), so wird damit, wie sich von selbst versteht, nicht gesagt/ daß die Kanaaniter die Ehe überhaupt nicht kannten, sondern nur/ daß die eheliche Verbindung bei ihnen eine widernatürltche Vermischung des Fleisches nicht ausschloß. Von den Egytern ist dies auch anderweitig bekannt. Eine zur Ausrechthaltung der Kasten und der mit denselben verknüpften Besttzthümer, Kenntnisse und Fertigkeiten eingeführte Gewohnheit ließ es bei ihnen häufig geschehen, daß der Bruder die Schwester heiratete. Aehnliche Geschwisterehen kamen auch bei den Persern und Atheniensern vor ^). Damit übereinstimmend bezeichnet die Thora das Verbot fleischlicher Vermischung als mosaisch, während fle den Ehebund und die daraus hervorgehende Familie als seit dem Urbeginne der Zeiten bestehend voraussetzt. Die Bezeichnung 2שפחח, Familie, Geschlecht (von ספה — שפח Zusammenhängen) gehört zu den ältesten Beftandtheilen des biblischen Sprachschatzes! 5j Herod. III, 31. Diod. I. 27. Corn. Nep. Cim. Der Thalmud läßt das Gesetz gegen den Jneest aus Adam's Zeit stammen, und schreibt demselben allgemeine Giltigkeit zu; doch wird der Kreis der den Heiden verbotenen Verwandtschastsgrade sehr eng gezogen, und von R. Akiba auf Mutter und Stiefmutter beschränkt (Sanh. 58, b.). Die angeführte biblische Beweisstelle ist jedenfalls bloße ״Anlehnung." R. Ak. mochte auf seinen Reisen die Wahrnehmung gemacht haben, daß die von ihm bezeichneten Grade bei allen Völkern als verboten gelten. In der That nennt schon Homer die Verheiratung der Epikasta mit ihrem Sohne eine frevelhafte That, welche die Götter schwer bestraft hätten (Odyff. XI,, 270 ff.)., Sv ruft die in ihrem Vater Cinyras verliebte Myrrha sich selbst zu: .at tu, dum corpore non es Passa, nefas animo ne concipe: neve potentis Concubitu vetito Naturae pollue foödus. (Ovid. Metam. X., 351—353.) Der Ln Persten lebende R. Huna läßt unter den Heiden sogar die Tochterehe erlaubt sein (Sanh. a. a. O.) 8. Philo, de legib. speciaiib. 778, B. und das Raisonnement Myrrha's: ...Gentes tarnen esse feruntur, In quibus et nato genetrix, et nata parenti Jungitur, et pietas geminato crescit amore. (Ovid. a. a. O. 331—333).