Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 4-5 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Beilage zum Ben Chananja. den in die Mitte des 9. Jahrhunderts , und zwarin'- Jahr 843. nach einer inner« Angabe, während die ihm zugängliche Abschrift ohne Zweisel aus dem Jahre 1163 herrnhrt. Wenn das richtig ist, so erkennt Matt in den Werken der berühmten Dichter des 12. Jahrhunderts sehr deutlich diesem Dichter entlehnte Nachbildungen. Allein Hr. P. ist in seiner tief eingehenden Untersuchung über das Alter des Dichters, welches er subjektiv aufrecht halten möchte , doch nicht blind gegen die zulässigen Einwendungen, insbesondere aber verschweigt er nicht, obwol er die meisten derselben ziemlich gründlich abweist, daß in derselben Sammlung sich ein Stück befindet, welches derselbe Dichter einer Kunstbildüng des Jehuda Ha-Levi nachgeahmt zu haben, bekennt, so daß dieses Stück jedenfalls dem 12. Jahrhunderte angehört. Wie diese räthselhaste Erscheinung zu lösen sei, überläßt er künftigen Kritikern. (Fortsetzung folgt.) Das Direktorat israel. Schulen. Von Leo Zeltete», Professor an der israel. Realschule in Arad. Wer die Geschichte der jüdischen Volkserziehung, besonders die der neuesten Zeit mit Aufmerksamkeit verfolgt, wird anerkennen, daß die Israeliten, auf die Erziehung ihrer Jugend den größten Werth legen, und sich hierzu jederzeit zu den größten Opfern bereitwilligst herbeilassen. Der behördliche Schulzwang ist, wenige Ausnahmen abgerechnet, bet den Israeliten am wenigsten nothweudig. Wie auf die Gründung einer Synagoge, so richten die Gemeinden ihre Aufmerksamkeit auf die Errichtung einer vorschristsmäßigen Schule. Die Jugend wird aus eigenem Antriebe der Eltern nicht selten, selbst vor dem Eintritte des gesetzlich-schulpflichtigen Alters eifrigst zum Schulbesuche angehalten. Bei dieser allgemeinen Würdigung der Schule wird man wol mit vollem Rechte voraussetzen können, daß es der Gemeinde unmöglich an gutem Willen fehlt, für die Schulleitung die tauglichsten Kräfte zu gewinnen. Ebenso gewiß ist es, daß die Gemeinde erforderlichen Falls zu diesem Behufs gerne größere Opfer bringen wird, nm die Leitung der Schule einem jüdischen Schulmanne anzuvertrauen, und solcher Gestalt den Forderungen ihres religiösen Gewissens Rechnung getragen zu haben. Denn wahrlich, eine arg« Täuschung ist es, wenn man wähnt, daß eine Schule den Namen einer jüdischen verdient, wenn sie nicht durch und durch