Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 4-5 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543081--1390-2545101- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 167 — genau sieben Wochen! vr. Grätz meint, es lasse sich um so weniger ermitteln, unter welchem hasmonäischen Fürsten diese Gedenktage eingesetzt worden, als diese Fürsten sämmtlich von Juda bis Hyrkan mit der Wiederherstellung der Mauern Jerusalem's vorgegangen sind (Gesch. 3, 470.). Uns ist diese Ermittelung vollständig gelungen. Das Danielbnch und die Fastenrolle ergänzen sich gegenseitig. Aus dieser erfahren wir die nähere chronologische Bestimmung der sieben Wochen; jenes läßt uns den Helden erkennen, welchem die Mauern der heiligen Hauptstadt ihre Vollendung verdankten. Der Gang unserer Untersuchung hat uns vor jedem Irrthume und jedem übereilten Schlüsse bewahrt. Die ״Eine Woche des starken Bundes" hat uns mit sicherer Hand in die Zeit Hyrkan's geführt (S. oben S. 114 ff.). Die Vermnthung, daß uns der vorhergehende Spruch Hyrkan's Vorgänger vorsühren werde, fand in dem ״fürstlichen Gesalbten" und in den ״sieben Wochen" ihre volle nicht mehr zu bezweifelnde Bestätigung. Nunmehr ist aber auch der Zusammenhang klar, in welchem, die beiden ersten Sprüche, trotz des langen Zeitraumes, der die von ihnen berührten Ereignisse von einander trennt, zu einander stehen: Von dem Gebete Daniels bis zum Beginne des Tempelbaues vergingen siebenzig, vom Beginne des Baues der Mauern unter Simon dem Hasmonäer bis zu ihrer Vollendung nicht mehr als sieben Wochen! 14. Abtragung der Akra in Jerusalem. Der noch zu erklärende Spruch führt uns auf einen der schwierigsten Punkte in der Topografie des alten Jerusalems: auf die Abtragung der Akra und des Akrahügels durch Simon den Hasmonäer. Wie viele ihm wichtig scheinende Ereignisse, so erzählt Josefus auch diese Abtragung in seinen beiden größer» Werken, im jüdischen Kriege und in den Alterthümern. Dort flicht er dieselbe in folgende Beschreibung Jerusalems: ״Die Stadt war durch drei Mauern befestigt, wo sie nicht von unzugänglichen Thälern umringt war; denn an dieser Stelle hatte sie nur Eine Mauer. Sie war,