Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 4-5 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 160 — Wohlthätigkeit, nach welcher für die Bachurim gesorgt wurde, ist heutzutage nicht mehr praktikabel. Soll den Jüngern der Wissenschaft und Kunst der Weg zu ihrem Lebensziele gebahnt werden, so kann es nur dadurch geschehen, daß ein «Ktumneum oder eine Speiseanstalt für jüdische Studirende in Buda-Pest gegründet wird, wie eine solche Anstalt fast neben allen höheren Lehranstalten der Protestanten in Ungarn besteht. Der Plan dazu ist leicht entworfen. An Mitteln fehlt es nicht. Die Begeisterung dafür wird der geehrte und beredete Oberrabb. Dr. Meisel leicht zu wecken und zu beleben verstehen. Ihm empfehlen wir unfern Vorschlag, der uns die dringendste Angelegenheit des ungarischen Jsrael's zu betreffen scheint. Gottes Segen wird das Wort begleiten, das er dafür ergreift, und die Herzen aller gebildeten Jsraeliten in Ungarn werden ihm dankbar entgegenschlagen. Geschichtliche Erläuterung -er Wochen Daniels. (Schluß '). 12. Der ״fürstliche Gesalbte." Die Worte משיח נגיר haben schon in sprachlicher Beziehung verschiedene Auffassungen erfahren. Die Einen übersehen: ״gesalbter Fürst", die Andern: ״der Gesalbte, der Fürst." Jene Auffassung vertreten Berthold, Rosenmüller, Rösch, Herrheimer, Cahen und Andere, dieser folgen von Lengerke, Ewald, Fürst und Hitzig. Die'sprachlich einfachste Erklärung, nach welcher משיח als Substantiv und נגיר als Adjektiv zu nehmen wäre, fand keinen Annehmer, weil man sich unter dem Gesalbten nur einen gesalbten Fürsten denken konnte, so daß das Attribut נגיר gar zu pleonastisch erschienen wäre. Dieser Pleonasmus tritt nun allerdings auch '1 S. 1. H., S. S—s. 2. H. S. 55-63.