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Ben Chananja · 1860-01-01 · 3 (1860) · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
3 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 150 (sequence 46)
Language
German
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er besinnt sich nicht lange, beim Hrn.. .Leuchter den nachdrücklichen nnd entschiedensten Protest gegen diesen Unterricht einzulegeu. Doch Hr. Leuchter in der Meinung, daß die Bibel nichts Staatsgefährliches enthalte, nimmt von dieser prohibitiven Maßregel keine Notiz , und läßt die Bibel, versteht sich in der Ursprache, in seinem Hause weiter unterrichten. Nun kömmt aber die Erekution. Der Kaplan des Ortes tritt eines Tages, am 6. Dezember v. I. in die Unterrichtsstnbe, ergreift das corpus delicti, das ChumeS, wirst es, unter vem Nufe: ״Hinaus mit der ver.. Bibel", zum Fenster hinans, und tritt es vor Zeugen mit den Füßen. Den Lehrer aber und die armen Schülerjagt er zur Thüre hinaus. Der Geistliche wurde angeklagt, und das' Bezirksgcr. zu St. verhandelt den Akt mit der unerbittlichsten und unnachsichtsvollsten Strenge, kann sich aber nicht genug wundern über diese priesterliche Antipatie gegen das alte Testament. Ich werde nicht verfehlen, Ihnen den Ausgang dieses Bibelkampfes seiner Zeit mitzutheiten. Pesth, 26. Februar. Hier bespricht mau eine Annonce des Hrn. Dr. Meisel in der ״Allg. Ztg. d. Judenth." Hr. Dr. .M. sagt, ״er hätte mit Hrn. Nabb. Horovitz gemeinschaftlich die Mühle zum Ostermehlmahien inspizirt." Er nimmt also, um seiner Approbation Vertrauen und Gewicht zu verschaffen, fremden Sukkurs an. Fände Hr. Dr. M. nicht gute Kräfte daheim, mit denen eine Verbindung wirksam, rathsam und schicklich erschiene? Alle Einsichtsvollen verstehen es, wie unschicklich und unerhört es ist, in Approbationen ein in der Gemeinde bestehendes vollzähliges ב״ך unerwähnt zu lassen und sich aus ei..en fremden Rabbiner zu berufen; besonders, wenn dieses ב״ך, wie es bei uns der Fall, Frömmigkeit und Intelligenz mit gründlichem thalmud. Wissen verbindet. F. W. Ltterarijche Anzeigen. Dr. Reise t'8 Ei1tweihllllg8rede. Besprochen von Dr. 3. M. 30(1*). Bald nach Abgang meines jüngsten Schreibens über den Eindruck, den meine Benrtheilung der Meisel'schen Antrittsrede bei einem Theile der Pesther Gemeinde gemacht haben soll, empfing ich die Rede, welche bei Einweihung des herrlichen Tempels am 6. September j v. I. gehalten worden, und unter dem Titel: ״Die Hi inmelst och ter und ihre Freier" erschienen ist, mit derselben Aufforderung. Wäre ersteres nicht vorangegangen, so hätte ich *) Die Besprechung war schon Ende November v. I. in meiner Hand. Ich hielt sie zurück, um zuvörderst das Ende der Polemik über die Antrittsrede abzuwarten. L.

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