Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Odesa 1× ep/1000834
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— 134 а) einen unerschütterlichen Glauben haben an die zu lehrenden ReligionS- Wahrheiten, die durch die Negation die sich in der Krisis vorbereitet, hindurchgegangen und zum Positiven gelaugt sind; d) begeistert find für ihr Amt; c) einen frommen Lebenswandel führen, um durch ihr frommes Beispiel ihren Lehren Nachdruck geben zu können; d) gründliche Religionskenntniffe haben, und die endlich б) Befähigung besitzen, den betreffenden Unterricht auf eine den ganzen Menschen ergreifende und heilbringende Weise zu ertheilen. Lorrespondenz. Anstand. Odessa, im Februar. Es mag Ihnen wol bekannt sein, daß die hiesige Jsraelitengemeinde seit undenklicher Zeit zu den hervorragendsten Gemeinden in Rußland gehörte, und daß dieselbe vermöge ihrer Handelsverbindung mit der zivilisirten Welt stets bemüht war, dem Fortschritte des Zeitgeistes Rechnung zu tragen. In dem letzten Dezennium wurde in dieser Beziehung mit Riesenkraft gearbeitet, und trotz der von finsterer Seite in den Weg geworfenen Hemmschuhe, wußte der gute Wille und die eiserne Beharrlichkeit dennoch den Sieg davon zu tragen. Fast im Mittelpunkte der prachtvoll gebauten Stadt, ans einen! freien Platze, in welchen drei der belebtesten Straßen münden, erhebt sich in majestatischer Gestalt der äußerlich in erhabenem einfachen Stile, aber im Innern mit aller Pracht und Eleganz ausgestattete Tempel, der allen Anforderungen der Zeit entsprechend, das Herz mit Bewunderung und Ehrfurcht erfüllt. Zur Herstellung des geregelten Gottesdienstes, hat die hiesige Gemeinde beschloffen, einen Prediger zu wählen, und zn diesem würdigen Posten wurde der Lemberger Prediger, Dr. Schwabacher berufen, der auch von der Regierung bestätiget worden ist. Zn gleicher Zeit wurde der gegenwärtig Ln Szegediu fungirende Oberkantor, Hr. O. Weiß, hieher berufen, und hat der in kurzer Zeit bei uns sehr beliebt gewordene Mann bedeutende Chancen für seine Aufnahme in unserer Mitte. Bei der Anwesenheit unseres glorreichen und vielgeliebten Ezareu in Odessa wurde auch die israel. Gemeinde dadurch beglückt, daß der milde Herrscher den Tempel zu besuchen geruhte, mehr denn eine Viertelstunde daselbst verweilte, und nach Besichtigung desselben, sich in lobender Weise über die ganze Konstruktion und Einrichtung desselben aussprach. Bei dieser Gelegenheit darf nicht unerwähnt bleiben, daß Se. Majestät unser erhabener Monarch aus seiner ganzen Reise durch Podolien fast immer Häuser jüdischer Familien zn seinem Absteigequartier wählte, und namentlich