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Ben Chananja · 1860-01-01 · 3 (1860) · p. Seite 133

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
3 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 133 (sequence 29)
Language
German
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133 — glaubte ihm, indem er zu nachläßig war, sich von der Wahrhaftigkeit seiner Zusicherung zu überzeugen, und ließ so aus Leichtsinn den Befehl seines Königs unbeachtet. Als die Sache hierauf dem Könige zu Ohren kam, befahl er, ihm das Geld vorzulegen. Als er ihn mm über dessen Gewicht und Zahl befragte, wußte er ihm hierauf keine Auskunft zu geben, worauf ihn der König, ob der Geringachtung seines Auftrages verurtheilte, weil e r auf d i e A n s sagen seiner Beamten sich verließ; bei einer Angelegenheit, wo er von deren Wahrhaftigkeit sich hätte überzeugen können und müssen, selbst für den Falt, daß die Richtigkeits-Angabe des Geldes sich bestätiget hätte. Nur für den ׳Fall, daß er in diesem Fache unbewandert gewesen wäre, würde er für das ihnen geschenkte Zutrauen, keiner Verdammniß verfallen sein. Ebenso verhält es sich mit dir... Bist du im Stande, dir Erläuterung über die Gründe der Glaubenslehren und die Begriffsquetle der Handlungen zu verschaffen, so bist du auch verpflichtet, dich ihrer zu bedienen, unterlassest du es aus Lässigkeit und Mnthwillen, so verletzest du deine Pflicht, die dir deinem Schöpfer gegenüber obliegt (Stern's Choboth ha Lebaoth S. 12—13.) Ein Weiteres siehe in der׳ Vorrede meines: ״Das Judenthum", ein Religionsbuch für höhere Schüler. Kreuzenach bei Voigtländer. — Indem ich den Inhalt vorliegenden Aufsatzes überdenke, finde ich für nöthig, zur Vorbeugung eines doppelten Mißverständnisses, zu dem er Anlaß geben könnte, zu bemerken, daß ich den Bibel-Unterricht nicht von der Schule entfernt wissen will, ihn vielmehr für jede jüdische Schule als unentbehrlich anerkenne, ihn aber als jedes andere Lehrbuch überflüßig machend, verwerfe, und daß ich durch Empfehlung geeigneter Religionsbücher, die Weise, wie diese benützt werden, hiemit noch nicht vertrete. Die vom sehr geehrten Hrn. Szanto ausgesprochenen Rügen bezüglich, der leichten Fabrikation der Religionsschriften und der religiösen Oberflächlichkeit der Lehrer, zu der sie Anlaß gaben, der mit dem Buche: Bene Zion getriebene Unfug rc. betreffen das Wesen des katechetischen Religionsunterrichtes nicht, sind Schattenseiten und Mißbräuche, die mehr oder minder, oder in anderer Form auch beim Bibelgebrauche hervortreten können. Bevor überhaupt das Anathema über die bei Verwendung der Religionsbücher erfolgten schlechten Früchte ausgesprochen wird, muß nothwendig in Frage und Betracht genommen werden, ob zur Erzielung einer guten Frucht auch der geeignete Boden, nebst Sonnenschein und Regen als bedingende Momente vorhanden; denn zu dieser Erzielung sind nöthig: 1. Zöglinge von individueller Reife und religiöser Stimmung und Gesinnung; 2. Familien voll frommen Sinnes und Strebens; 3. Religio ns sch ulen unter dem Schutze einer guten Regierung, oder einer intelligenten und begeisterten Schul-Kommission; 4. Rabbiner, die Sachkenntniß nnd Interesse für die Jugendbildung haben: 5. Lehrer, welche

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