Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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109 — Peffah fällt — das ist die Logik der Jdeenassociation. Wen« aber einmal die historische Bedeutnng eingesührt ist, stellte sich das Bedürfniß heraus, auch den andern Festen, deren Naturfeier nicht zn verkennen war, eine geschichtliche Unterlage zu geben, und das חג האסיף ward zum סוכות, später sogar das חג הקציר zum וסן מ״ח j am Tischrineumonde ward die Welt geschaffen, Jsak geopfert, an יו־,״כ wurden die zwei Gesetztafeln gegeben und der salomonische Tempel geweiht. 6) Das jüdische Fest ist aber auch ferner ein מקרא קדש, ein von Gott eingesetzter, heiliger Tag, von einer religiösen Idee getragen. Tief erfaßt das svl uns, als Mitglieder der großen, aber unwandelbaren Natur, näher und befreundeter ist uns, den Kindern der Menschheit, das וכר mit seiner wechselvollen Lebendigkeit; aber am mächtigsten ergreift uns als cngern und ausschließlichern Kreis das höchste, heiligste und innerlichste Interesse, das höher steht als Natur und Geschick — die Beziehung zum ewigen Geiste, der die Welten hegt und trägt. Die religiösen Anschauungen, die stch da bilden, die Gefühle die sich daran knüpfen, wirken mächtiger als Natur und Geschichte, und drängen diese in den Hintergrund. Es bilden sich Dogmen und Lehren, die sich neue Sinnbilder schaffen, die wieder in bezeichneter Weise dazu beilragen, das Dogma in die Breite zu treiben. Der ganze symbolische Stoff wird aber, hat er einmal die religiöse Weihe empfangen, Gegenstand der Kasuistik, welche die Ausdrücke für die verschiedenen Grundbedeutungen verschmelzt, bis stch die Formen seltsam verschlingen, und oft bis zur Unkenntlichkeit und Undurchsichtigkeit für die Ideen in einander übergehen. Die letzte Wandlung, welche die Bedeutung der Feste eingehet, ist die Phase, wo das מקרא קדש zu ä) einem הג geworden. Sind nämlich die transcendentalen Ideen einmal angeregt, so erwacht der Hang des Menschen nach dem Geheimnißvollen und Mysteriösen. Bald ist die Grenze zwischeu dem vernünftigen Glauben mit seiner festen Basis, der haarscharf distinguirenden Kasuistik mit ihrer unerbittlichen Logik und dem Gebiete der bodenlosen Schwärmerei, der santasmagorischen Nebelbilder überschritten. Immer enger wird der Kreis, in dessen