Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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— 10s — und viele Tausende nebstdem auch ihr Glück zu verdanken haben. Mehrere achtbare Kansleute, worunter auch einige Christen, haben sich bereits geäußert, mit Vergnügen beträchtliche Beiträge diesem Zwecke znwenden zu wollen. An menschenfreundlicher Theilnähme würde es also keineswegs fehlen. So könnte viel früher als man zu hoffen wagt ein hinreichender Fond zu Stande gebracht werden, welcher später durch Zuflüsse freiwilliger Spenden und Vermächtnisse immer mehr anwachsen würde. Bevor aber diese Kollekten beginnen, müßte eine Gemeinde gewählt werden, welche die den Statuten gemäße Verwaltung, und drei Rabbiner, die das Patronat dieser Institution übernehmen, und damit der Ausbau derselben seinen ordnungsmäßigen Gang gehe, würde Ben Chananja, dem wir so Vieles schon verdanken, die Zeit, wann diese Kollekten überall zu beginnen hätten, die Norm, nach welcher dieselben allenthalben zu handhaben, und wohin die Kollektiv-Gelder sammt den Verzeichnungen der Spenden zu richten wären, sowie alles Uebrige, was in dieser Beziehung zu wissen nothwendig, genau anzeigen. Er würde auch vorläufig die Gesanlmtsumme, welche aus jeder Gemeinde eingelaufen, jedesmal veröffentlichen, und durch dieses Re sums die Fortschritte dieses Unternehmens andeuten, bis späterhin das Verzeichniß aller Spenden folgen würde. Alles andere zum regelmäßigen Betriebe eines solchen Werkes Nothwendige ließe sich dann, wäre einmal so der Anfang gemacht, nicht schwer ordnen. Nur ans diese Art könnte mit dem Beistände des Allmächtigen durch die Großherzigkeit edler Menschen und die Anregung der ehrwürdigen Herren Rabbiner, woran es diese gewiß nicht fehlen ließen, im Verlause eines einzigen Jahres schon eine Institution in Leben und Wirksamkeit treten, die sich nicht nur die stete und innigste Dankburkeit der Nießbrauchenden, sondern auch aller für alles Gute und Edle warmfühlenden Herzen noch bis in die spätesten Tage erwerben, und ein neues schönes Zeugniß von dem Edelsinn der ungarischen Israeliten ablegen, und demselbe» ein dauerndes und ehrenvolles Denkmal errichten würde. Möge also dieses hochherzige Werk bald zur Ausführung kommen, und der Allmächtige seinen gütigen Beistand und seinen himmlischen Segen dazu verleihen!