Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Er zieht voran ihm mit den milden Strahlen, Und Israel folgt treu der lichten Spur, Und führt es durch das Meer uralter Qualen In das gelobte Land hin der Kultur. Hieran knüpft er einen ermunternden Ruf an das ״Volk von Juda", welcher mit den Worten endet: Nur mußt du selber kraftvoll dich erheben, Und wirken, wie's der Mann aus Dessau that; Nach echter Bildung sei dein höchstes Streben, Und Pflege treu die alte, heil'ge Saat. Erheb' Dich zn des Daseins klaren Höhen, So wahrst du schön des Lodten Meisters Ruhm! Und Hand in Hand, sich stets ergänzend, gehen Die neue Zeit — das alte Judenthum! Nächstens wird von dem Verfasser eine ״Sammlung hebräischer Gesänge" erscheinen, enthaltend: Echa, 10 ZLonslieder, Haasinu, Anim Sennroth, Lecha Dodi, Schir Ha-Schirim. Auch die längst angekündigte metrische Psalmenübersehuug Di׳. R.'s wird im Lause dieses Jahres gedruckt werden. ' auf Die Sdjttft: ״Zlezensellteil-Nirthschast." Von Di3 .׳. M. Jost. Ein Namenloser darf keine Antwort erwarten, zumal wenn dessen Schrift gesteht, auf Kosten des Verfassers erschienen zu sein. Er darf es dreist wagen. Sie kann ihm höchstens die Auslage kosten, seiner Ehre thut sie keinen Abtrag, da er sich nicht nennt, und ob andernfalls, vermag ich nicht zu beurtheilen. Es ist gut für seine Sache, daß er ein Paar sichtbare Druck feh- X er*) gefunden, das ist der Strohhalm, den der Untersiukeude saßt. ■׳• Für Unparteiische habe ich zu bemerken, daß die Vertheidiger einer Druckschrift, die in keinem gebildeten Kreise, so wie sie gedruckt vorliegt, Beifall finden kann, ja, ich behaupte selbst beim Verfasser nicht, ihr nur schaden, wenn sie eine deutlich belegte Kritik durch Fälschung, Verleumdüng, Neid u. dgl. bemakeln wollen. Alle diese Bezeichnungen, auf mich angewendet, können nur Mitleid erregen. Mir ist Hr. M. gänzlich unbekannt, ich habe auch nicht den entferntesten Anlaß ihn herab zn würdigen; ich sehe nur eine gedruckte Schrift, die, wenn sie wirklich von einer vorzüglichen Fähigkeit ansgegangen ist, ein du r ch und durch verwerfliches P r i n z i p vertritt. Die Vertheidiger beweisen, daß Männer, deren Beruf es ist, echte Bildüng — keineswegs Gleichgiltigkeit gegen die väterliche Religion — zu verbreiten, sich erheben müssen gegen solche Verkehrtheit und Geschmacklosigkeit. Und wären ihrer zehn Tausend, die sich derselben annehmen, ich *) Hr. Dr. Jost fordert mich auf, zu bezeugen, daß die bezüglichen Stellen seiner Rezension Druckfehler sind, was hiermit geschieht. Em Theil dieser Fehler ist in die Korrigenda des v. I. ausgenommen. Auch bin ich bereit, Jedem, der sich von der Wahrheit des Gesagten autoptisch überzeugen will, Jost's Manuskript vorzulegen! L. 4519