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Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 100 (sequence 48)
Language
German
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1Q0 würde es immer mehr für Pflicht halten, ohne alle Nebenabsicht dagegen aufzutreten, blos damit esn.Unsinn nicht eingepflau^t wMe, und durch den berühmten Namen dessen,der ihn anfledeln win, Kttwuchere. Wer dem Herrn Men seine AusMevMyrW schenkt, lese 1. die Stelle, die jener als unwahr bezeichnet, vollstähdsg, in der Rede S. 27. ״War es nicht Grundsatz und Lehre unserer Keifen, daß es herrlich ist, wenn Thora und Gesittung Hand in Hand gehen? עם 1״א N"N יפה• Schließen sich denn Religion und Wissenschaft aus?" 2. Ferner die Fälschung: Wahrheit statt Anfang ist ein Druckfehler; aber ist macht den Sinn nicht anders. 3. So bekennt sie, ist ein Druckfehler: bekommt macht den Sinn nicht anders. Der Herr Laie weiß vermuthlich nicht, daß Fälschung, Verleumdüng Ausdrücke sind, deren man sich ungestraft nicht so leichthin bedienen darf. Die ganze Strafe, die ich ihm znerkenne, ist Verachtung. Dem lesenden Publikum gegenüber halte ich jetzt die Frage für weit ernster als zu Anfänge. Gibt es wirklich noch eifrige Anhänger solcher Erzeugniffe, dann mögen sie sich derselben bis sie zur bessern. Erkenntniß gelangen, erfreuen, und für Gesinnungsgenossen fleißig anbauen. Wir würden aber ein jedes Erzeugniß der Art, wenn es außerhalb seines Kreises vor der Welt sich geltend machen wollte, einer um so schärsern Prüfung unterwerfen, als gerade die Erhabenheit und Fülle unserer Religionsquellen, und zwar nicht blos die 24 Bücher, sondern ein sehr ansehnlicher Theil des Midrasch und die prägnanten Sprüche unserer alten Weisen, so reichliche Mittel zu begeisternder Volksbelehrung darbieten, daß wir der dem ausgebildeten Geschmacke nicht mehr zusagenden Einfälle einer längst überwundenen Zeit, welche als Unkraut mitten unter den prangenden Blüthen sich finden, nicht in den Kranz zu flechten brauchen, blos um einem entarteten Geschmacke zu huldigen. Wir geben dabei gerne zu, daß Laien, welche so öffentlich eine zügellose Rohheit herausstellen, einer andern Art von Belehrung bedürfen, als eine fortschreitende Gemeinde. Hierüber ein Wort zu verlieren, hieße diese Erörterung auf einen Boden herabziehen, auf welchem man uns nicht zumuthep wird, , einer Maske gegenüber auch nur einen Moment zu verweilen. Wir sehen keinen Grund zu den Ausbrüchen des Zornes, als das Gefühl der Wahrheit, welche wir ohne irgend einen Anläß zu Leidenschaft, ruhig und klar ausgesprochen haben. Wen aber die Wahrheit, und zwar dargelegt mit offener Unbefangenheit, von einem Benrtheiler einer Druckschrift, die in weiter Ferne erscheint, die er mit derselben Freude in den Himmel heben möchte, als er mit Bedauern sie tadelt, — der steht nicht auf der heutigen, schon ziemlich breiten Stufe der Gesittung. Glaubt rin tüchtiger Gegner uns widerlegen zu können oder zu sollen, er thue es mit Gründen, aber nicht mit Steinwürseu, welche manche Zuschauer belustigen Mägen, her Sache selbst aber wahrlich keine Ehre bringen! Auch diese Worte würde ich unterdrückt haben, wenn ich nicht den Wunsch hegte, dem gebildeten Theile der ungarischen Gemeinden meine Achtung zu bezeugen, und demselben darzuthun, daß meine Beurtheilung durchaus nicht den Zweck hatte, irgend Jemand zu kränken, sondern lediglich den, einen vor aller Welt begangenen Mißgriff als solchen darzustetten, damit er sich nicht wiederhole. Persönlichkeiten gehören gar nicht hieher, werden auch von mir stets mit tiefer Verachtung unbemerkt bleiben. 3•

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