Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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waltungsgebiet hochwichtigen, mustergiltig fein sollenden Unterrichtsattstalt. — Den Reigen der Feierlichkeit eröffnete ein von der versammelten, festlich gekleibeten Schuljugend abgesungener Weihgesang. Hierauf erklärte der k. k. Hr. Komitats-Vorstand in einer gehaltvollen Ansprache an den Gemeinde-Vorstand und an den Lehrkörper die Muster-Hauptschule als eröffnet, machte beide Theile auf die ihnen obliegenden Pflichten aufmerksam, und nachdem auf diese Weise durch beiderseitige Ausübung derselben dem Doppelbedürfniß der Anstalt, dem geistigen und materiellen Rechnung getragen werden kann, empfahl er sie unter hundertstimmigen Eljenrnfen aller anwesenden Gäste und unter Anstimmung des 150. Psalmes von der Schuljugend dem Schutze des Himmels. Als Repräsentant der Gemeinde sprach Hr. Adolf Engel seinen tiefgefühlten Dank aus, für die dem hiesigen Orte durch gnädige Verleihung der Musterhauptschule erwiesene große Wohlthat, versprach ein bereitwilliges unausgesetztes Bestrebtsein zur Würdigwerdung derselben, und legte die gesammte Schuljugend, als den theuersten Gemeindeschatz, als die alleinige Pflanzstätte einer folgenden Generation dem aus des Reiches fernsten Theilen hieher berufenen Lehrkörper, in vollem Vertrauen auf dessen Tüchtigkeit auf's Angelegentlichste an's Herz. — Der geistvollen Ansprache des wackern Gemeinde-Vertreters folgte eine des Hrn. Musterhauptschul-Direktors Porges, welche eben so warm empfunden als ausgedrückt, ihm die Herzen aller Hörer, namentlich aber, die seiner Kollegen in vollem Maße gewann. Klar und richtig den heiligen Lehrerberuf als individuelle Lieblings- und Lebensaufgabe erfassend, diese Aufgäbe in dichterischer Diktion und in engen Umrissen markirend, forderte er in wahrhaft begeisterter Ansprache den durch genügsame Erfahrungen einsichtig gemachten Lehrkörper, jedweder Parteiung fremd bleibend, ein siebenfach gewundenes Band unauflöslicher brüderlicher Einigkeit zu schlingen, aus daß nach dem Wahlspruche unseres allergnädigsten Schutzherrn Franz Josef I.: Viribus umtis, nur durch gemeinsamer Kräfte Wirken ersprießliche Resultate die mühevolle Arbeit des Lehrers krönen mögen. — Vor dem Absingen der Volkshmne erflehte Hr. Komitats-Oberrabbiner Gottes reichsten Segen auf das Allerhöchste Kaiserhaus, aus alle hohen Behörden, auf diese neue Anstalt, auf ihre Vertreter, und auf alle Diejenigen, die mit ihr in Verbindung stehen. Mögest du, guter Gort, dieses Gebet erhören! Möge es dein heiligster Wille sein, daß diese Pflanzstätte würdige Männer und Frauen Israels zur Ehre Gottes und des Judenthums erziehe!! —n. Dnna-Földvär, im Jänner. Unsere dreiklasfige Volksschule steht Gottlob in schönster Blüthe. Die Seele der Anstalt ist unser an Geist und Herz gleich ausgezeichnete Rabb. Fischer, der die von ihm in's Leben gerufene Anstalt seit sieben Jahren mit mustergiltiger Hingebung leitet. Ihm zur Seite stehen die Doktoren Groß und Dukes. Als Lehrer wirken: D. Herzog, I. Rosenberg, I. Schwarz mit aller Gewissenhaftigkeit. Die opferwillige Gemeinde thut ihr Möglichstes, um den Unterricht und die Erziehung der Ingrnd zu heben. S.