Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 85

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 85 (sequence 33)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2542917-2543076-2543079--1306-2545015
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

— 85 — erbeten haben. Unter der כשית, welche Mose zur Frau genommen, versteht er, wie Sifti, die Zippora. Der Termin des Aufenthaltes in den Freistadten 4 M. 35, 28. erklärt er wie MaimsnideS (More 3, 40), weil nämlich die Bluträcher im Tode der höchsten Person einigen Trost finden (S. 248). Der Schluß des Lehrgedichtes, welches am 12. Tebeth 1503 vollendet wurde, ist ein Herzenserguß, welcher eine Perle der neuhebräischen Literatur genannt zu werden verdient (S. 260. 261). 22. Auf das bekannte Seelengedächtniß, welches in den karaitischen Synagogen jeden Sabbat gesprochen wird (303—307) und auf das Gebet für den Landesfürsten, welches in hebräischer und russischer Sprache abgedruckt ist (308) folgt ein Gebet für die karaitischen Gemeinden in Koslow, Kalö, Perekop, Kassa — Feodofia (in der Krimm), Konstantinow, Lutzk, Troki (Rußland) und Halicz (Galizien); ferner für alte anwesenden Gemeindeglieder, den Vorleser der Parscha und Hafthara, die Spende zum Synagogenbedarf, die Ver- Walter der Synagoge, für Knaben, Genesende, Wöchnerinen, Seefahrer, die studirende Jugend (309—313). «der feilüjfid) Ät? Von Dr. Eman. Hecht, Lehrer in Hoppstädten. (Fortsetzung) *). Wenn allerdings nun, höre ich einwenden, ein hoher Grad religiöser Einsichten und Kenntnisse gegenwärtig bei dem Valke nicht mehr zu erzielen ist, warum sollte die Kenntniß der Bibel, die Quelle unserer Religion, nicht dennoch auch heute ein genügendes Maß religiösen Wissens bei der Schuljus gend ermöglichen? Ich antworte: die Bibel , so heilig und ehrwürdig sie auch ist und bleibt, ist im Ganzen kein Buch für Kinder, sie ist kein Schulbuch. Es fehlt ihr einmal in dieser Hinsicht das Systematische, die logische Aus- und Aufeinanderfolge. Die religiösen Begriffe in ihr folgen zwar nach einander, aber nicht aus einander, sie bilden zwar alle Theile eines Ganzen, aber sie sind nicht durch sich selbst mit einander verkettet, die Lehren sind für den Geist der Lehrlinge einzelne, mehr oder weniger leuchtende Punkte; allein es geht ihnen, durch sie vereint, kein volles Licht auf, ihre Seele fleht blos Dämmerung, und hie und da wol auch Finsterniß. Der Lehrer soll, höre ich sagen, diese verdrängen, oder die Lehrlinge aus denselben yerausführen, aber durch die Folge der Lehren, durch den Gang getäuscht, sieht er das Oberflächliche seines Unterrichtes nicht, ahnet nicht, daß er selbst noch im Dunkel oder höchstens in der Dämmerung sitze. Die Einrede, daß die Ungewandtheit der Zöglinge, in denen man doch keine Filosofen voraussetzen dürfe, keine systematische Ord- *) S. 1. H., S. 24 ff. Ben-Chin, II. 4890. 6 18666696

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.