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Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 84 (sequence 32)
Language
German
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— 84 — wie aus Menach. 66, b. klar erhellt. Der befriedigendste Sinn ergibt fich aus der Vergleichung mit xatew, verlangen, begehren, erheischen, heftig wünschen. Die Hithpaelform will ausdrücken: stch begehrt oder beliebt machen. Da das Wort dem Simon b. Schetach in den Mund gelegt wird, so dürfte dasselbe wol das älteste hebraisirte griechische Verbum sein. Zunz glaubte bekanntlich noch, daß die aramäische Volkssprache, welcher das Griechische in mancherlei Substantiven sein Siegel aufgedrückl hatte, keine Berührung griechischer Zeit- Wörter znließ (zur Gesch. S. 4). Sachs bemüht sich, auch von letzteren Spuren nachzuweisen (Beitr. 1, 4 ff.). Keines seiner Beispiele ist jedoch so alt, als das unsrige. Raschi Men. a. a. O. und Joma 58, d. zieht mit Unrecht das an letzterer Stelle vorkommende מחטא herbei. Dasselbe hat biblische Bedeutung, wie schon R. Lipm. Heller geltend gemacht hat. Die von Burtorf S. 737. angeführten thargumischen Adjektiva find aus dem nationalistrten griechische Verbum hervorgegangen. KaraiWe Äsm8MM. Von Josef Lö.wy iu Groß-Kanischa. (Fortsetzung und Schluß*). 21. Daß die Karaiten den Pijjutim nicht abhold find, beweisen die zahlreichen poetischen Stücke ihrer Liturgie. Der Glanzpunkt ihrer Poesien ist das Mincharh Iehuda für sämmtliche Wochenabschnitte der Thora v. Jehuda B. Elijahu b. Josef Ha-Gibbor, welcher das merkwürdige Lehrgedicht schrieb, um seinen Schmerz über den Verlust seiner Kinder zu mildern. Der Refrain jeder Parschah, in welchem sich zugleich das Metrum abspiegelt, lautet: •ובור דח בן עמרם אשר על כל הורם ובה אנו עם רם לדורי הדורים Wir wollen einige Wahrnehmungen, die das Werkchen charakteristrrn, unseren Lesern nicht vorenthalten. Die Erscheinung der drei Männer 1 M. 18, 2. scheint er, wie Aben Esra, als Profetisches Tranmgesicht aufzufassen, ebenso den Auftrag, Jsak zu opfern, ohne daß er jedoch die Thatsächlichkeit der Akeda in Abrede stellt (S. 210). Wie die rabbanitische Haggadah führt auch er Rebekka in das Lehrhaus Sem's (S. 212). Das Spannaderverbot IM. 32, 33. scheint er auch auf das Federvieh auszudehnen (s. Chul. 92, b.). Daß 2 אמתה M. 2, 5. ״ihre Magd" und nicht ״ihr Arm" (Sota 12, d.) bedeutet, hebt er mit Nachdruck hervor (S. 219). Dem jus talionis redet er mit allem Nachdrucke das Wort (S. 223). Dem Ehehinderniß der Blutverwandtschaft gibt er eine weite Ausdehnung (S. 233). Die Kolliston mit 4. M. 36, 11. ist ein Räthsel, dessen Räthsel wir uns von dem freundlichen Chacham in Halitsch *) S. 1. Jahrg. S. 515, 566. 2. Jahrg. S. 20, 171, 265.

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