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Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 78 (sequence 26)
Language
German
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unverzeihlicher Flüchtigkeit, indem er angeblich die Äugen gegen den dritten Band meiner Geschichte bet Aüden richtet, unter welchem Titel ich gar kein Werk geschrieben habe. — Wen dergleichen intereffirt, der möge die Be״ merkungen Nachlesen und deren Richtigkeit im Einzelnen*)' prüfen. Unsere Empfindsamkeit (soll wahrscheinlich heissen, Em p findtichkei t) verletzt zü haben, darf der Verf. nicht fürchten. Wir bleiben darum ganz gute Freunde **). *) Abgesehen von verschiedenen Punkten, auf welche einzugehen wir nicht Zeit und Lust haben, bemerken wir jedoch, daß der Name Lama (Verfaffer des חלקת מהקק), den wir im Vertrauen auf den Oberrabb. Fr. in unserm Geschichtswerke Nach schrieben/ Wie NW Hr. vr. Carmoly Nachweist, ganz und gar erdichtet ist, daher in der Geschichte gestrichen werden muß. ״Aus Brisk in Wilna" ist auch kein Druckfehler, sondern sollre nur sagen, daß er aus Brisk war, und in Wilna Rabbiner wurde. Hr. Fr. belehrt uns, daß er in Krakau geboren war, und erst in Slonim, dünn m Brisk, dann in Wilna als Rabbiner fungirt'e, wo er 1663 starb. Auch des Dankes Werth. **)׳ Uebdv die von vr. Jost besprochene Lemberger Märtyrerin schreibt uns Hr. Neh. Landes, Lehrer der polnischen Sprache in Bolechow: Folgende Mittheilung!, welche mir von einem Nahen FännliMgliede des Udel gemacht wurde, wäre vielleicht im Stande, das derselben beigelegte Epitheon חקרושח zu rechtfertigen, und ihre Zeitgenossen vor dem Vorwurfe der Entartung und niederer Heuchelei zu Wahren. Ob der Polenkönig Joh. Sobieski in irgend einem Verhältnisse zur Mel stand, verlautet i'N dev Familie nichts, nur so viel ist gewiss, daß sie sehr ftonM und gottesfürchtig war, und iw einem glücklichen, vow Kindern (ein Enkel dieser Adel lebte vor mehreren Jahren׳ in meiner. Vaterstadt Bolechow) gesegnetem Ehestände lebte, als sie eines Tages in einen Streit mit einer christlichen Magd gerieth, und im aufgeregten Gemüthszustände derselben einige Maulschellen versetzte. Es vergingen mehrere Monate seit diestr Zeit- und der Austritt mit der Christin war längst vergessen, als sich die Nachricht verbreitete, die von der Udel gemißhandelte Christin fei in Folge der erlittenen Schläge gestorben. Udel wurde nun des Verbrechens angeklagt und für schuldig erklärt. Der Gerichtshof indessen überließ ihr die Wahl zwischeu Tod und' Uebertritt zum Christenthume; allein diese gottesfürchtige nnd wahrhaft fromme Jüdin zog den Märtyrertod dem Uebertvitte vor. Und so starb sie den qualvollen Tod um den heiligen Glauben ihrer Väter! Bereits nach vollzogenem Urtheike soll ihre Begnadigung von Warschau herabgelangt sein. Es gebührt ihr alfo mit Recht das׳ Epitheton ־־־־־!חקח^שח Dass das Ausharren im väterlichen GlaubeN einzig und allein die wahre Ursache des aNf ihperü Grabs befindlichen Ausdruckes חקח1שח sei, istans dem Umstande zu ersehendaß die späteren Märtyrer Hajim und Josuä Reizes neben der Märtyrerin Udel ihr Grab gefunden haben." Die Richtigkeit des Nagvela (oben S. 23) ist, wie uns von mehreren Seiten angedeutet wird, aus Dozy's 8istorie de!,Afriqttö MzweiWaff zü Ersehest. Red.

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