Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543079--1298-2545007- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 77 — Tode fortznsetzen. Dieser erfolgte am 7. November 1859. Die Kanischaer Gemeinde hält sein Andenken in Ehren, indem sie dte Verfügung getroffen, daß sein Name bet der Feier des Seelengedächtnisses genannt werde. Die Redaktion dieser Blätter hat dem Verewigten den zweiten Jahrgang des Ben Chananja gewidmet. Gewiß gehörte Dr. Moriz Horschetzky zn den Zierden des heutigen Israels; wir rufen ihm aus vollem Herzen nach: זכר צדיק?!ברכה! HeschikWche ־Bemerk!! gen uni) Berichtigungen. Von Dr. Z. M. Jost. VI.*) (Zu III. 244-5 ׳.). In der ״Allgem. Zeitung des Jndenthums" v. I., S. 709, beschwert fich Herr Jakob Frankel, Oberrabb. in Zwolle in Holland darüber, daß ich bei Anführung einer Anzahl Schriftsteller nicht seinen Namen, als Verfasser verschiedener sogenannter Biografien genannt und als Quelle angegeben habe. Daß ich dieselben gelesen, wird Jeder erkennen, da ich den Orient anziehe, in welchem sie stehen. Allein seine Angaben sind bei manchen brauchbaren Nachweisungen so durchgängig fehlerhaft, und dies ist bereits im Orient selbst zur Genüge durch den gelehrten vr. Beer in Dresden erörtert worden, daß ich glaubte, einen Mann, der sich mit Mangel genügender Quellen entschuldigt, schonen zu müssen. Wozu von Neuem auf abgethane Dinge zurückweisen? Hr. Fr. gesteht sogar bei den neuen Erinnerungen zu, daß er die wesentlichsten literarisch-historischen Qnellen nicht besitzt. Inzwischen bleibt es doch dankenswerth, daß er uns nachweist, Mose Iss er lein sei nicht schon 1452 gestorben, sondern habe noch 1457 Vieles geschrieben, und Em. H. Niki (so schreibt de Rosst, ein Italiener, der kaum 60 Jahre nach dessen Tode sein Dizionario verfaßte, und von italienischen Gelehrten wol richtige Kunde haben durste, so daß wir ihm folgen konnten), habe viele Reisen gemacht, und sei 1743 ermordet worden, und noch ein Paar kleine Berichtigungen. Hr. Fr. vergißt, daß ein Geschichtschreiber, der sich auf das Unentbehrlichste beschränken muß, nicht Biografien von jedem Rabbiner einstreuen darf. Seine Aufgabe ist nicht, alle Schriften eines herumziehenden Rabbinen, zumal, wenn sie keine Wichtigkeit erlangt haben, aufzuführen, das würde nur sein Werk ohne Nutzen anschwellen, und ist den Literatoren zu überlassen, welche sich heutiges Tages damit breit genug machen. Noch viel weniger ist von ihren Wandernngen zn berichten, die nur in einem Wechsel von Judengaffen bestehen, so fern sie nicht selbst von Oertlichkeiten anziehende Kunde verbreiten. — Auch die neuen Angaben sind wiederum ungenau, und gleich der Eingang zeigt von *) S. vor. Jahrg. S. 442, 514, 516, 566; vor. Heft, S.^23.