Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 75 — rnid Geometrie unterrichtet. In Prag, wohin er noch im Knabenalter kam, setzte er seine hebräischen Studien fort, besuchte aber auch die israelitische Hauptschule, und bereitete sich zum Studium der Humaniora vor, welchem er unter Littrow als freiwilliger Zuhörer oblag. Nachdem er in Pilsen die Gymnastalprüfung gemacht, und in Prag das Triennium der Filosofie beendet hatte, ging er als Magister der Mathematik, in welcher er Wydra's begabter und fleißiger Schüler gewesen war, nach Wien, wo er 1811 zum Doktor der Heilkunde promovirt wurde. Im Begriffe, nach Böh'Mn zurückzukehren, machte er zufällig die Bekanntschaft des reichen und angesehenen Hirsch Lackenbach er aus Groß-Kanischa, der dem jungen Doktor rieth, sein Glück in Ungarn zu versuchen. Horschetzky nahm sich einige Tage Bedenkzeit. Nachdem sein einstimmender Entschluß gefaßt war, nahm ihn Lackenbacher mit sich nach Kanischa. Später heiratete er dessen Tochter, welche bis ans den heutigen Tag in K. als ein edles Vorbild jüdischer Frauen verehrt wird. Einige Jahre ärztlicher Praris reichten hin, um den verständigen, besonnenen, ruhigen, klugen und leutseligen Horschetzky zum beliebtesten Arzte der Stadt zu machen. Seine zarte Rücksicht für die Armen gewann ihm alle Herzen. Seine uneigennützige Be- Handlung des k. k. Militärs wurde zu wiederholten Malen belobt; am 20. März 1828 vom Brigadier Mengen; 15. Sept. 1831 vom Obersten Sustenan; 25. März 1832 vom Rittmeister Szakx); 9. April vom General der Kavallerie Erzherzog Ferdinand; 12. Mai 1833 vom General Auersperg. Horschetzky's Wirksamkeit für den Fortschritt in der dnrch ihre Einigkeit und ihre vortrefflichen Institutionen rühmlich bekamtten israel. Kultusgemeinde zu Groß-Kanischa nahm erst in den dreißiger Jahren ihren Anfang. Unsterblich sind die Verdienste, die er sich um die dortige Schule erworben. Die Schüler, die unter seiner Leitung die Anstalt besuchten und die Lehrer, die an derselben wirkten, werden seinen Namen stets mit dankbarer Verehrung nennen. Von der Ueberzengung geleitet, daß ein Jugendfreund vor Allem ein Freund der Lehrer sein müsse, war er stets bemüht, den tüchtigen Fachmännern seiner Schule aus allen Kräften beiznstehen, um durch die Würdigung ihres mühereichen Stautisch: Unser Rabbiner ist ein Kanonier! Den ersten Unterricht in der Matheniatik erhielt auch der gottsel. Schwab bei R. Tobias in Gr.-Meseritsch. Auch Schwab blieb ein Freund dieser Wissenschaft bis an sein Lebensende. Jü seinen letzten Lebensjahren Hab cs nnr zwei Gegenstände, die ihm sein körperlichcs Leiden vergessen machten: eine schwierige, halächische Materie und die Trigonometrie! Red.