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Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 61

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 61 (sequence 9)
Language
German
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61 — vielversprechenden .Anfang die glänzende Schilderung bezogen werden, welche das Danielbuch von den Erfolgen des zweiten Darmsjahres entwirft? Denn wenn auch eine besonnene Eregese sich hüten wird, in jedem einzelnen Zuge dieser Schilderung historische Beziehungen zu suchen, so wird man doch billig den Beweis fordem, daß der Wiederbeginn des Tempelbaues dem biblischen Alterthume wirklich als ein so entscheidendes, großartiges, ruhmvolles Ereigniß erschienen ist, wie in der Danielischen Beschreibung vorauögesetzt wird. Dieser Beweis ist aber nicht schwer zu führen. Die Profeten bezeichnen ausdrücklich den Tag, an welchem der Tempelbau wieder in Angriff genommen wurde, als den Anfang einer schönem, glücklichem Zeit. So Ch ag g ai: ״Richtet doch euer« Sinn von diesem Tage an und weiter, von dem viernndzwanzigsten Tage im neunten Monat, von dem Tage an, daß gegründet ward der Tempel des Ewigen, richtet euern Sinn! Ist noch Saat in der Scheune? Und weder der Weinstock, noch der Feigenbaum und die Granate und der Oelbaum haben getragen! Von diesem Tage an will ich segnen (2, 18. 18. 19.)!" In gleichem Sinne Secharja: ״So spricht der Herr der Heerschaaren: Muth gefaßt, ihr, die ihr höret in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde des Profeten, die sie gesprochen am Tage, da man den Grund legte zum Hause des Herrn der Heerschaaren, da der Tempel erbaut werden sollte; denn vor selbigen Tagen ist dem Menschen kein Gewinn geworden, und wer aus- und einging, hatte keinen Frieden vor dem Dränger, und ich ließ alle Menschen wider einander los; aber nun.gibt der Weinstock seine Frucht und die Erde ihren Ertrag und der Himmel seinen Than, und ich lasse den Rest dieses Volkes das Alles besitzen. Und wie ihr ein Fluch gewesen unter den Völkern, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch helfen, daß ihr ein Segen werdet; fürchtet nicht, Muth gefaßt (8, 9—13.)!" So feierten die gleichzeitigen Profeten das Ereigniß, welches der so überschwenglich klingende Spruch des Danielbuches zum Gegenstände hat*). Da nun der Per- *) Vielleicht liegt dem große» Gewichte, welches auf die Wiederaus- »ahme des Tempclbaues gelegt wird, außer deu Mannten religiöse» und »a-

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