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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 37 (sequence 37)
Language
German
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— 37 Paks, im Dezember. Die hiesige israel. Gemeinde zählt nahe an 200 Familien, und ist eine der ältesten Gemeinden des Tolnaer Komitates. Hier fungirten die weit berühmten Rabbinern Ezechiel Benedikt, gest. in Neutra 1854, Isak Krieshaber, Phöbns Horovitz, gest. in Papa s. A. Gegenwärtig wird das Rabbinat von dem. gelehrten Joel Ungar aus Rechnitz vertreten. Noch vor etwas mehr als einem Dezennium unterhielt der ebengenannte Rabbi eine Jeschiba, zu deren Jüngern auch ich mich zu zählen das Glück hatte. Welch ein Unterschied zwischen damals und jetzt! An der Stelle der vielen Winkelchedarin! ist jetzt eine orgamsirte Schule, die noch zwar sehr Vieles zu wünschen übrig läßt, in's Leben getreten; und es kann nur dem sonst ehrenwerthen Vorstände zum Vorwurfe dienen, wenn dieser Schule nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird. So macht schon das Schulhaus keinen guten Eindruck auf den Besucher. Auch die innere Einrichtung läßt eine ungeheure Nachlässigkeit und Gleichgiltigkeit errathen. Die Lehrer werden mit jedem halben Jahre gewechselt. Ueberhaupt ist hier zu beklagen, daß seit neuester Zeit ein Häuflein Orthodorer, die jeder Verbesserung in Kultus und Schule abhold sind, sich eine derartige Autorität zu verschaffen wußte, daß die Beffergestnnren wirklich zurückweichen müssen. So haben es diese Orthodoren so weit gebracht, daß das ״Schulklopfen", welches schon der Vergessenheit übergeben worden war, wieder eingeführt werden mußte! Ein sehr genialer Lehrer mußte seinen Platz räumen, weil er die Kinder während des deutschen Unterrichtes unbedeckten Hauptes sitzen ließ. Ein solches Gebahren ist wahrlich nicht mehr an der Zeit! Jonas Klauber, Religionslehrer in Fälegyhaza. Azentes, im Dezember. Im Frühlinge dieses Jahres ist unser Hauptschulgebäude ein Raub der Flammen geworden. Der von unserem Vorstande seit langer Zeit gehegte Plan, das alte Schulgebäude in ein neues zu verwandein, mußte jetzt zur Ausführuttg gebracht werden. Der Schul- und Gemeinde- Vorstand strebte, den Bau desselben zu beschleunigen. Mit Gottes Hilfe steht jetzt auf dem Platze der alten Schule ein allen Anforderungen einer Hauptschule entsprechendes Gebäude. Die Einweihung der Schule wurde bis zur Zeit, wo alle Schulrequisiten dem schönen Schulhause gemäß, angeschafft sein werden, aufgeschoben. M. L. E. B. ffiaab, im Dezember. Die Resignation ist jetzt an der Tagesordnllng, und zwar nicht die von Schiller, sondern die der jüd. Kultus-Gemeinde- Vorsteher. Auch der hiesige Vorsteher hat resignirt; das berühmte 1' 6wpirs o. 68t In paix konnte er auf die Zeit seiner Vorsteherschaft nicht anwenden. Die Zukunft unserer Gemeinde scheint sich friedlich gestalten zu wollen. Unserm Oberrrabb. Frey er hat die h. Statthalterei-Abtheilung in Oedenburg Gerechtigkeit widerfahren lassen, zur Freude Aller, die in ihm einen gründlichen Thalmudisten und einen Mann des gemäßigten Fortschrittes verehren. Pesth, 15. Dezember. Zur Erweiterung des Unterrichtes in der heil. Schrift und Sprache werden die fähigeren Schüler der Normal-Hauptschule

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