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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 35 (sequence 35)
Language
German
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senfeld eine unterrichtete. Die Schülerzahl war im Znnehmen. Zn der Person des I. Frankel gewann die Schule eine neue Lehrkraft, ein Jahr später und die Schul-Lokalitäten mußten vergrößert werden. Hr. Rosenfeld folgte einem Rufe als Kantor und Lehrer nach Effegg. Mit dem Jnslebentreten einer vierten Klaffe wurden in der Person des Gefertigten und des Hrn. I. Hoffmann zwei Lehrkräfte der Schule zugeführt. Nun strebte der dirigirende Lehrer unter eifriger, warmer Befürwortung der Behörden, insbesondere unseres ehemaligen menschenfreundlichen k. k. Komitats-Vorstandes Hrn. Eduard Cseh von Szt.- Katoln a und des hochwürdigsten Hrn. Schulen-Oberaufsehers Josef Jonas, denen ich anläßlich dieser Gelegenheit im Namen aller hiesigen Israeliten, im Namen aller Schüler der hiesigen Schule den vollsten Dank ausspreche, dem kaum zweijährigen Institute zum Schutze vor etwa noch möglicher Stagnation den Charakter der Oeffentlichkeit zu verschaffen. Mit Gottes Hilfe gelang es. Zum Schuljahre 1856/57 wurde die Schule als öffentliche vierklassige Hauptschule erklärt. Auch als Kantor und als Religionslehrer der Gymnasial- und Realschüler, welche Hr. G. bis zur Ankunft unseres nunmehrigen Oberrabb. Hirschfeld zumeist unentgeldlich unterrichtete, war sein Wirken ersprießlich. In den ihm nach tagelanger sechs- bis neunstündiger Arbeit gegönnten Mußestunden sammelte er um sich einen Schülerkreis, eröffnete ihnen den reichsprudelnden Quell jüdischer Gesangweisen, und schon nach der ersten Zeit seines Unterrichtes wurde den nach Erhebung dürstenden Gemüthern Seelennahrung gereicht. Die hiesige Gemeinde durste nun mit Wohlbehagen, auf ihre Institutionen Hinblicken. Sie besaß einen musterhaften Gottesdienst, eine des besten ausgebreiteten Rufes sich erfreuende Schule, in welche von Nah und Fern die Kinder zum Besuche herbeiströmteu, und konnte mit Fug und Recht als Vorbild der kleinen, und als Parallelgemeinde der größren Ungarns gelten. Mit der allerortigen Veröffentlichung des Allerhöchsten Gnadenerlasses, daß die in der nachmärzlichen Zeit von den Israeliten-Ungarns eingezahlte Million zur Gründung von sechs israel. Musterhauptschulen und zur Unterstütznng unbemittelter Anstalten verwendet werden soll, keimte in der Seele G.'s der feste Entschluß, mit altem Anfgebote von erlaubten Mitteln dahin zu wirken, diese in ihren Konsequenzen unberechenbare Nutznießung der hiesigen Schule, wo möglich zuzuführen. Fürwahr! keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, daß die hiesige Schule nur mit überschwenglicher Anstrengung die Entwickelnngsperiode glücklich- Überstunden, während andere Gemeinden und Schulen in diesem ausgedehnten Verwaltungsgebiete ihre Lebe.nsMle durch eine Reihe von Jahren in hervorragender Weise bewährten und in Folge deft feit wol rechtmäßigern Anspruch auf eine solche Bevorzugung hatten, z. B. Raab, Groß-Kanischa. Der Gedanke war um so kühner, da selbst im Herzen der Gemeinde Hemmnisse austauchten. Diese scheute Hr. G. keineswegs; sie spornten vielmehr seine Thätigkeit zu ausdauerndem, nicht zurückschreckbarem Eifer an. In seinem ganzen Thun und Meiden manifestirte sich nun ein beharrliches Hinlenken nach dem vorgesteckten Ziele. Ans den öftern Rundreisen 3*

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