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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 33 (sequence 33)
Language
German
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— 33 auf daß sie in ihrem einstigen Wirkungskreise znr Ehre Gottes, zum Heile bes Judenthums, zum Wohle des Vaterlandes wirken könnten*). H. Rosenberg. Preßburg, im Dezember. Den im Ben. Chan, angeregten ״Lehrer-, Witwen- und Waisen-Versorgungsverein israelitischer Lehrer in Ungarn" betreffend, erlaube ich mir, mit Bezugnahme auf den vom Musterlehrer Gutmautt an die israel. Lehrer Ungarns gerichteten offenen Brief, nochmals das Wort zu ergreifen und die israel. Amtsbrüder in Ungarn um freundliche Unterftützttug unseres Vorhabens zu bitten. Mögen diese Worte Eingang finden in die Herzen der Lehrer, deren Interessen dadurch gefördert, und deren Zukunft dadurch einigermaßen gesichert werden soll; mögen die israel. Lehrer dem Beispiele des Kollegen Gutmann folgen', welcher, ein Musterlehrer, auch ein Musterbeispiel, der Nachahmung Werth, gegeben; möge uns in Zukunft das Bitten erspart und ״Danken" zur angenehmen Pflicht werden! Daß der israel. Lehrer in den meisten Fällen auf sich selbst beschränkt ist, wird wol Niemand in Abrede stellen, daß der israel. Lehrer, wenn er a.lt und schwach geworden, gelinde gesagt seines Amtes enthoben und brodlos wird , lehrt die. tägliche Erfahrung; daß es keinen unglücklicheren und mehr verlassenen Menschen gibt, als den durch Alter und Krankheit untauglich gewordenen Lehrer, auch wenn derselbe während seines Wi-rkens unermüdlich fleißig war, lehrt nicht minder die tägliche Erfahrung! Darum , geehrte Brüder, keine Täuschung! Lasset uns Hand an's Werk legen, jetzt, wo uns der Herr Redakteur des geschätzten B. CH. die Hand bietet. Wohl! wir finden es begreiflich, daß an solchen Orten und in solchen Gemeinden, wo die Mittel beschränkt find oder doch beschränkt erscheinen, nichts für des Lehrers Zukunft geschehen kann; aber wir finden es nicht begreiflich, daß die Lehrer, in deren Familien die schwersten Sorgen sich so heimisch einrichten, die Gelegenheit nicht benutzen wollen und nicht bedenken, daß sie das Alter doppelt unglücklich macht. Wir finden es begreiflich, daß in Gemeinden, wohin Bildung Und Aufklärung noch, nicht gedrungen, auch kein Sinn dafür herrschen kann, für die Zukunft der Lehrer zu sorgen; wir finden es aber nnbegreiflich, daß Lehrer in Gemeinden, wo Rabbiner mit Herz und Gefühl find, — und Gottlob bei Weitem die meisten Rabbiner find es — nicht streben, daß die Herren Rabbiner unserem Vorhaben bei Gelegenheit eines Vortrages das Wort reden. Wir finden es begreiflich, daß mancher ״Kohlsmann" das Wirken des Lehrers nicht würdigt; wir können aber nicht beFreifen, daß selbst Lehrer einen Antrag zur Bildung des in Rede stehenden Vereines nicht nur nicht unterstützen, sondern sogar verdächtigen, weit sie, vermöge ihres *) Wir gestatten uns, den von unserm wackern Korrespondenten aüsgesprocheuen Wunsch den verehrten Kultus-Gemeindevorständen angelegentlichst an's Herz zu legen. Red. Beo Chan. I. 4860. 3

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