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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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16 — 3, 13. 1 K. 8, 4.) Sinn: Was heißt אתן יה? Antwort: אור יה, Licht Gottes! Denn das wahre Licht kömmt nicht wie die Sonnenanbeter wähnen, vom Osten, sondern von dort, wo Gottes Gesetz aufbewahrt wird * 6)! — Dieser Bevorzugung des Westens gegenüber wird im Thalmud aber auch die Anschauung vertreten, daß die Schechina allenthalben waltet, und daß man daher nach allen Weltgegenden sein Angesicht beim Gebete wenden dürfe (B. B. das.), nur nach dem Osten, soll man sich, wie R. Schescheth lehrt, in keinem Falle wenden, weil sich dahin die Ketzer kehren, was wol auf die von Hyginus gemeldete Umwandlung der Tempel zu beziehen ist. Ferner wird empfohlen, sich beim Gebete um irdische Güter nach Norden, um Erleuchtung aber nach Süden zu wenden, weil der Tisch mit den Schaubroden eine nördliche, der Leuchter eine südliche Stellung inne hatte. Von einer Richtung gegen Jerusalem ist hier keine Spur, was darauf hinzndeuten scheint, daß auch die babilonische Gemara die palästinenflsche Distinktion adoptirte, und die Richtung gegen Jernsalem auf die Zeit des Tempelbestandes beschränkte 7). Aus einer genauen und gründlichen Prüfung der angefiihrten Quellen ergibt sich nnwidersprechlich, daß die Richtung des Körpers beim Gebete eigentlich nach allen Weltgegenden stattfinden dürfe. ,Die wenigsten Chancen hat jedoch der Osten, die meisten der Westen. Für letztem spricht besonders das klare Wort der Thostftha Megilla 3. Die gezwungene Deutung, welche Tos. 6, a. ף Als Parallelstcllen s. j. Ber. 4.8, e.: מה ארון שמשם יצאה אורח• j. Ioma 5. 42, c. Rabba zu 2 M. 25, 10. 7) B. Bathra 25, b. diskutirt R. Chanina, ein Palästinenser (j. B. Mez. 8, 6.), mit R. Joschia einem Babilonier (Gilt, 61, a.); s. Rasch: das., dem auch die übrigen Kommentatoren beistimmen. Allein die westliche Lage Palästina's gegen Babilon war den Thalmudisten genau bekannt. Raschi R. Ha-Schana 20, b.; Ber. 61, b.; Tos. Ber. 6, a., woher auch die Bezeichnung בני מערבא stammt. Ich glaube daher, der Ansspruch R. Chanina's sei satyrisch gegen die Babilonier gemeint, von deren Gelehrsamkeit und Methode die Palästinenser keine günstige Meinung hatten: Sukka 20, a. Sanh. 24, a. Kethub. 75, a. 103, b. Ioma 88, b. Beza 14, a. Jebam. 88, a. Scheb. 26, a. Sanh. 17, b. j. Maas. 52, a. Kethub. 33, b.

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