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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 — der ganzen Erde (V. 3)", und schließt mit den Worten: ״Umringet Zion, -umkreiset es, zählet seine Thürme! Merkt aus seinen Wall, Berechnet seine Schlösser, Auf daß ihr erzählet dem späten Geschlechts, daß dieser Gott ist unser Gott immer und ewig, er führt uns bis zum Tode!" Der h. Sänger weidete seinen Blick mit wahrer Befriedigung an der befestigten Hauptstadt, die Gott beschützt hat und beschützen wird. Die eigentliche Blüthezeit der Zionlieder beginnt aber mit der hasmonäischen Restauration. Die neuere Kritik hält die Bauten unter Juda dem Makkabäer für den historischen Hintergrnud des 87. Psalms, der mit den Worten beginnt: ״Seine Gründung ist auf heiligen Bergen, der Ewige liebt die Thore Zion's vor allen Wohnungen Jakob's: Herrliches ist verheißen über dich, du Gottesstadt!" — Bon nun an wird Jerusalem zum Mittelpunkte der nationalen Poesie. Mit dem aufblühenden Zion jubeln, mit dem bedrohten und bedrängten trauern die heiligen Dichter. Allgemein ist die Ueberzeugung, daß die Nnabhängigkeit der Nation und des Vaterlandes von dem Besitze der Hauptstadt bedingt ist. Die Heiligkeit des Tempels, des höchsten Palladiums der Nation, mußte die Bedeutsamkeit der Hauptstadt nur erhöhen. Solchergestalt könnte es nicht auffallen, wenn die Aussprüche Daniels nicht nur die Erbauung des Tempels, sondern auch andere Bauten in Jerusalem zum Gegenstände hätten. Das Aufsuchen der Spuren dieser Bauten wird also im Vorhinein schwerlich als ein ungerechtfertigtes Beginnen erscheinen. Ob das Beginnen auch lohnend sei, sollen folgende Nachweise lehren, bei deren Prüfung kundige Leser wol oft an das Ei des Kolumbus denken werden. (Fortsetzung folgt.) Die Rücksicht auf die Osiseite bei Synagogenbauten. Von Dr. M. Zipfer, Oberrabb. zn Rechnitz. Wem fiele in einer jüdischen Wohnstube ans dem Lande nicht das Misrach t äselchen in die Augen? Es bezeichnet die Ostseite, wohin der fromme Jsraelite beim Gebete (Thefilla) sein

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