Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 1 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 2× ep/1005097
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— 8 — (2, 2. 3.) und Micha (4, 12.) reden von der künftigen Herrlichkeit Zions und Jerusalems. Der Geist der verschiedenen Zeiten ist aber auch hier nicht zu verkennen. Wenn Jesaja von dem Schutze Gottes redet, welchen Jerusalem unter Hiskia erfahren soll, knüpft er an die Wunder der Vorzeit an: ״So schafft der Ewige über die ganze Wohnstätte des Berges Zion und über seine Versammlungsorte Gewölk des Tages und Rauch und Glanz von Feuerflammen deö Nachts (4,5.).)" Der jüngere Profetismus malt die Herrlichkeit des wiedergebornen Jerusalems auf folgende Weise aus: ״Siehe, ich lege in Bleiglanz deine Steine, und gründe dich mit Safiren. Und mache Rubinen zu deinen Zinnen und deine Thore zu Karfunkelsteinen, und deine ganze Grenze zu Edelsteinen (54, 11. 12.)." Jesaja verkündet: ״Und der Uebergebliebene in Zion und der Zurückgelassene in Jerusalem — heilig wird er genannt, jeglicher — der zum Leben ausgezeichnet ist in Jerusalem (4, 3.)." Nach Joel wird Jerusalem selbst ein Heiligthum sein, welches Fremde (זרים Profane) nicht durchziehen sollen (4,17.). Die bisherige Forschung hat den Profeten Joel allerdings in eine sehr frühe Zeit verlegt, und sich darauf berufen, daß derselbe Assyrien und Chaldäa nicht unter den Feinden Israels erwähnt; diese gegen Israel so feindlichen Staaten, so schloß man, können mithin noch nicht eristirt haben. In der That haben sie aber nicht mehr eristirt. ״Tyrus, Sidon und alle Kreise von Philistäa" (4, 4) ist aus 1 Makk. 5, 15. zu erklären. Die Leichtigkeit des Styls, das in den profetischeu Vortrag eingewebte Gebet der Priester (2, 7), die Rückkehr der Zerstreuten (4, 1), und ganz besonders die Erwähnung der Griechen (4, 6), — alle diese Momente sind geeignet, die Forschung zur wahren Erkenntniß des Zeitalters Joels zu führen. Wie die Profetie, so verweilt auch die biblische Poesie häufig bei Zion und Jerusalem. Es ist aber der bisherigen Forschung entgangen, daß dies in den jüngeren Psalmen ohne Vergleich öfter geschieht, als in den älteren Liedern. Wenn die neuere Kritik nicht irre geht, stammt die älteste dichterische Beschreibung Jerusalems aus Hiskia's Zeit. Der 48. Psalm, welcher dieser Zeit zugewiesen Wird, nennt den Berg Zion ״eine anmnthig^ Landschast, die Lust