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Ben Chananja · 1860-01-01 · 1 (1860) · p. Seite 5

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
1 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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— 5 eigentliche von den Jahreswochen des neunten Kapitels zu unterscheiden. Berthold beruft sich auf griechische und römische Schriftsteiler, welche von einer Hebdomas von Jahren reden 2). Aber schon Jahn bemerkt mit Recht, daß in den angeführten Stellen die Jahre ausdrücklich erwähnt sind, und daß die Griechen und Lateiner für den Sprachgebrauch der Hebräer nichts beweisen^). Auf sprachlichem Standpunkte müssen mithin die Jahreswochen ein für allemal aufgegeben werden; sind sie aber dann überhaupt noch haltbar? Dazu kommt noch ein anderes Bedenken. Die herkömmliche Auffassung betrachtet die Wochen Daniel's als Deutung der Jahre des Profeten Jeremias. Woher nimmt man aber die Berechtigung, die biblische Zeit, und wäre es auch nur die Ansgangsepoche derselben, einer so abenteuerlichen Deutelei fähig zu halten? — Jeremias sagt: ״Sowie abgelaufen sind für Babel siebenzig Jahre, werde ich euch bedenken, und werde erfüllen, an euch meine gute Verheißung, euch zurückzubringen an diesen Ort (29, 10. vergl. 25, 11. 12.)." Unter diesen 70 Jahren soll man nun schon zur Zeit des Syrerdruckes nicht einfache Jahre, sondern Jahreswochen verstanden haben! Wo fände sich aber in den erhaltenen Denkmälern der ältesten Schriftauslegung eine Anas logie für solch ein willkürliches Deutungsverfahren? Ewald gibt zu, daß dies ״ein Sprung im Denken" ist; er meint jedoch, daß ״wir hier wol das älteste geschichtlich nachweisbare Beispiel" von dem sehen, ״was man später Allegorie nannte (D. Prof. 2, 569.)." Auf solchen morschen Stützen ruht das Septennialsystem!— Das freie Walten des Midrasch hat erwiesener Maßen einen viel jüngern Ursprung. Auf die hasmonäische Zeit kann daraus kein Schluß gezogen werden. Das Monstrum der Jahreswochen, welches eine lange Reihe von Jahrhunderten so viele Denker beschäftiget, und Arist. Polit. VII., 16. Aul. Gell. N. A. III., 10. Censer. de die nat. c. 44. a) Append. Hermen, p. 127. S, 105. das. sagt Jahn in Bezug auf die Wochenweiffagung: -De antiquioribus interpretationibus jam olim juvenis dubitare caepi scrupulum mihi movente quodam Judaeo non indocto..

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