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Ben Chananja · 1859-01-01 · 12 (1859) · p. Seite 579

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 579 (sequence 43)
Language
German
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— 579 — äußert sich wie folgt: Arabes et Turcae patrem Abrahae tribuunt Azar ayum vero Thare. Hiemit würde auch die unter Anmerk. 196 erhobene Schwierigkeit über das Lebensalter Thares ihre Lösung finden. S. 110, Anmerk. 92 wäre mit Koran (S. 19. 47) zu vergleichen, wo Abraham von seinem Vater gedroht wird, ihm zu steinigen, wenn er, von seinem Vekehrnngseifer nicht Nachlasse. S. 128, Anmerk. 223 wird über den Namen jenes egyptischen Königs berichtet, der Sarah wegnahm. Hier wäre nach der Ansicht des Ascher (Anneck. S. 5) anzuführen, der ihn Apaphis heißt. S. 161, Anmerkung 431. Da der Verfasser alte über Abraham befindlichen Sagen gesammelt, so hatte auch folgende, nach Tarikmonnteekeb erzählte mahomedanische Fabel nicht übergangen werden sollen. Sie lautet: Zn einer Hungerszeit theilte Abraham all sein Getreide an Arme ans. Er schickte hierauf zu einem Freunde in Egypten, daß er ihm solches sende; dieser versagte es ihm, machte ihm zugleich den Vorwurf, warum er sein Getreide in solcher Zeit der Noth vertheilte. Die Diener Abrahams, in der Furcht, daß die Einwohner Babylons ihrer nur spotten werden, so sie mit leeren Händen nach Hanse kommen, füllten ihre Säcke mit weißem Sande an und luden sie auf die Kameele auf. Bei ihrer Heimkunft erzählten sie Abraham die Treulosigkeit seines Freundes und wie er sie mit leeren Händen weggeschicki. Sarah aber nahm einen der Säcke, die sie mit Mehl gefüllt glaubte, von den Kameelen herab und bereitete allerlei Speisen zu. Als Abraham zum Mahle kam und seine Verwunderung ausdrückte, woher Sarah so feines Mehl bekommen, erwiederte diese, es wäre jenes, das sein ׳Freund ans Egypten ihm eben geschickt. Nicht mein Freund aus Egypten, rief ihr Abraham entgegen, sondern mein Freund aus der Höhe ist es, der uns noch zu keiner Zeit verlassen. Aus dieser Ursache wird auch Abraham der Freund Gottes (Iesaj. 41, 8.) genannt. Dr. Zipser, Rabbiner. Neuestes aus -Synagoge, Schule und Literatur. — In Lissabon wird eine neue Synagoge gebaut. (Univ. isr.) — Dr. L. A. Frankl's rühmlich bekanntes ,,Nach Jerusalem" hat an M. E. Stern einen tüchtigen Uebersetzer in's Hebräische gefunden. Die Uebersetzung ist bei Knöpfelmacher in Wien erschienen. Die Ausstattung läßt nichts zu wünschen übrig, und der Preis ist äußerst gering: 1 st. 20 kr. österr. W. Bei Gelegenheit einer zweiten Auflage wird der Uebersetzer, dessen Verdienste um die neu hebräische Literatur hinlänglich bekannt sind, wohl thnn, seine meist gelungene Arbeit einer Revision zu unterziehen. S. 313 und 315 wird תואנה in einem Sinne gebraucht, den es ganz gewiß nicht hat. Fehlerhafte Konstruktionen wie אמנות למלאכת הידיים S. 368 sind uns einige Male ausgefallen. — D1׳.,Loeb, Großrabb. zu Brüssel, hat am 25. Oktober sein 25-jähr. Amtsjtlbiläum gefeiert. ~~ R. Lnzatto's italienische Peutateuchübersetzung ist bis zu den Haftharoth des zweiten Buches vorgeschritten. Eine Besprechung des ersten Bandes werden wir nächstens bringen.

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