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Ben Chananja · 1859-01-01 · 12 (1859) · p. Seite 569

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 569 (sequence 33)
Language
German
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— 569 — Jehnda Ha-Levi s ZLonide. Von D1\ Ludwig August Frankl. Zion! du fragst nicht nach dem Wohl der Deinen, Die an dich denken und gefesselt weinen. Wenn auch versprengt, es grüßt dich deine Heerde, Von Ost und West, von Nord und Süd der Erde. Die Hoffnung ist allein das Glück von denen, Die sich in Sklaverei nach Freiheit sehnen, Wie Thau auf Hermon ihre Thränen fließen, Sie möchten sie ans deinen Höh'n vergießen! Betrachte ich ihr Leid seit alten Tagen, Wie Eulenrnfe stöhnen meine Klagen; Doch wenn ich träume: ihr Eril wird enden, Wie Harfen klingt mein Herz in Sängerhänden. Nach Bet-El schmachtet es, dort will es klagen Und Gott all' seinen tiefen Kummer sagen, Wo einst gelagert seiner Engel Schaaren Und Martyrthum die Heiligen erfahren. Glanz Gottes hat sich dort den Thron erkoren, r Dein Thor führt dort zu Gottes Gnadenthronen^ Was ist dir Glanz von Sterne, Mond und Sonne, Dich, den verklärt hat seines Lichtes Wonne. Dort möcht' ich knieend liegen im Gebete, Wo Gottes Geist die Jünger einst umwehte. O, dürfen aus dem Gott geruht, dem Throne, Zetzt nied're Knechte sitzen ihm zum Hohne?. Ach, könnt' ich heimatlos als Pilger wallen, Wo Gottes Glanz auf Seher ist gefallen! Daß mein zerrißnes Herz doch Schwingen hätte, Zu schweben über deiner Trümmerstätte. Mein Antlitz w.ürd' ich auf den Boden drücken Und Staub und Steine küssen mit Entzücken; Erst wenn dnrchschauert ich in Hebron's Nähe Die theuren Patriarchengräber sähe! Die Berge sähe, wo zwei Sternengarben, Wo dein Profet und Hohepriester starben. O Land, wie weht beseligend dein Odem Gewürz und Mich' ist Staub von deinem Boden. In deinen frischen Strömen jede Welle Ist süß wie Honigseim der Bienenzetle. Es wäre Wollust nackt und baarfnß wallen, Auf deinen wüsten und zerstörten Hallen. Beu-ChanaDja III. MS 36

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