Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 548 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Homer 1× ep/1025156
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— 548 — * leiht, als an die heidnische Oneirologie 29)! So hält der hochgefeierte R. Jochanan B. Nafcha (gest. 279) die Vorbedeutung des Frühtraumes für untrüglich (Ber. l. c.). Aber schon bei Homer träumt Penelope gegen Ende der Nacht einen wahrhaftigen Traum (Od. 4, 841), und zu Naustkaa, der Tochter des Königs der Fäaken, tritt Athene ebenfalls gegen das Ende der Nacht, um die Schläferin mit einem lieblichen Frühtraume zu erquicken 29). Großes Gewicht legt R. Jochanan ferner auf einen Traum,'der die eigene Deutung mit umfaßt. Dasselbe erfährt Penelope. Sie träumt von einem Adler, der ihre Gänse getödtet. Auf ihr heftiges Weinen erscheint ihr der Adler nochmals im Traume, und verkündet ihr die Ankunft ihres Gatten und das traurige Ende ihrer Freier. Die im Traume gegebene Deutung erfüllt sich in der kürzesten Z eitfrist (das. 19, 535 ff.)! Ein Ausfluß der Traumdeutung, bei welcher bald Bilder, baldWorte auf eine oft witzige Weise gedeutet wurden"), ist die Oneirodiorthosts oder Traumverbesserung (הטבת חלום). Die palästinensischen Quellen kennen diesen Gebrauch nicht. Die babilonische Gemara dagegen schreibt die dabei zu gebrauchenden Gebetformeln ausführlich vor, und führt ein während des sacerdotalen Segens zu sprechendes, auch im Jeruschalmi (Ber. 5, 1) vorkommendes Gebet an, wodurch die Wirkung böser Träume paralysirt werden soll 28) S. L. B. d. Orients VII. S. 310 einige hierher gehörige Nachweise. In Bezug ans die thalmudische Zeit ist der Artikel (v. E. Weimann) sehr dürftig. 29) Das. 6, 2-41. Vergl. Plato Republ. IX. S. 572. Moschus Idyll. II. 5. Cie. Div. 1. 61. Horaz. Serm. I, 10. 33. Plut qu. Symp. VIII. 10. Plac. Phil. V. 2. 30) S. M. Scheni 4, 12. b. Ber. 56, a. — 57, b. In beiden Gerrraren wird unter anderen Deutungen auch folgende erwähnt. Der Traum lautete: ״Dein Vater hinterließ dir Vermögen in קסודוקיא* Der Ausleger verschaffte sich zuerst die Gewißheit, daß weder der Träumende noch dessen Vater mit Kappadozien in Verbindung standen. Hierauf sprach er: Kanna ist (als Buchstabe) 20, doxog heißt Balken: Unter dem 20. Balken deines Hauses wirst du das Gesuchte finden." So die richtige Leseart nach Aruch ידקא Zur Rechtsertigung der gemarischen Leseart müßte (hxarov gelesen werden, was sehr gezwungen ist.