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Ben Chananja · 1859-01-01 · 12 (1859) · p. Seite 542

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 542 (sequence 6)
Language
German
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— 542 — eregettschen Handstreich auf 4. M. 611 ׳., wodurch von Seiten mancher Rabbantten das Naziräerthum herabgesetzt worden war15). In der schriftgemäßen Auffassung desselben stimmen übrigens auch die rabbanitischen Korifäen der arabischen Zeit vollkommen überein. Aben Esra: ״Hätte der Nazir sich an stch selbst versündiget, so wäre ihm nicht befohlen worden, in gewissen Fällen die Sünde zu wiederholen (4 M. 6, 12.). Seinen Namen dürfte er von NU — Krone haben, denn während Alltagsmenschen Sklaven der Welt sind, ist er, von Leidenschaften frei, der wahre Herrscher." Um die Tugend der Enthaltsamkeit in der Thora nachzuweisen, beruft sich R. Bachja Jbn Bakoda darauf, dass die Thora den Nazir einen Heiligen nennt (Chob. Ha-Leb. 9, 6.). Nachmanides: ״Es ist in der Schrift nicht angegeben, weßhalb der Nazir am Schluffe seiner Enthaltsamkeitsperiode ein Sühnopfer bringe (4 M. 6, 14i 16.). Ich glaube, seine Versündigung bestehe darin, daß er seiner heiligen Askese, in welcher er bis an sein Lebensende hätte verharren sollen, eine Grenze gesetzt hat, um zur Lust der Welt zurückzukehren. Daher ist er sühnbedürftig." So erklären auch Maimonides (More 3, 48.), Leon de Bannolas und Abravanel das Naziräerthum für eine heilsame Institution der Selbstbeherrschung. Gleichwol ist in vielen neiieren Schriften die antiebionitische Umdeutung hervorgehobe» und geltend gemacht worden. 24. Das Fasten. Seinem innern Wesen nach mit dem Naziräerthume verwandt, ist das Fasten. In der Thora ist bekanntlich nur ein einziges jährliches Fasten angeordnet <3 M. 16, 29. 23, 27. 29. 32. 4 M. 29, 7), und zwar mit der Bezeichnung: ענה 3(£ש Bengung, Demüthigung der Seele, womit zugleich Zweck und Bedeutnng des Fastens angegeben werden. Septuaginta: tanuvovv rtjv tyvyriv. Die eigentliche Benennung des Fastens (צום) kommt merkwürdiger Weise im Pentateuch gar nicht vor, wiewol die Gelegenheit dazu auch sonst nicht mangelte (2 M. 34, 28.). Die karaiti- 1S) Eschkol 114, d. (Nro. 310). lieber das Naziräerthum der Kinder s. Jost 2, 379.

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