Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1859-01-01 · 11 (1859) · p. Seite 526

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
11 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 526 (sequence 38)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2542917-2543094-2543105--1150-2544843
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

626 Lilerärijche Anzeigen. Zur Seurtheilung des Jakobson'schen Lesebuches ״kimmouim." Vom Hauptschullehrer L. Mendt. (Schluß*). Bei der Besprechung dieses Buches darf also nur dieser Zweck vor Augen gehalten und erwogen werden, in wie ferne es demselben entspricht, und da wird jeder Unbefangene anerkennen müssen, daß das Buch als treffliches Mittel zur Bildung des Geistes und des Herzens empfohlen zu werden verdient. Den Schülern der Realschule, wie denen des Gymnasiums wird es eine reiche Quelle der Belehrung sein; sie werden sich aus demselben mit gutem Erfolge Kenntniß von wichtigen Lehren, Personen und Thatsachen holen, die doch der Religionsunterricht nicht immer so klar und ausführlich zu geben vermag. Ja, das Buch wird selbst für die Volksschule vou Nutzen sein, zwar nicht in der Hand des Schülers, wol aber in der Hand des Lehrers, der sich für den Religionsunterricht und für die entsprechende Behandlung unserer konfefflonetten Lesebücher gar oft aus diesem Buche Rath erholen kann. Da nun der Zweck des Buches ein guter, und die Abfassung eine vom pädagogischen Takte geleitete ist, so wollen wir über einzelne Mängel, die dieses Buch, wie jedes Menschenwerk an sich trägt mit dem Verfasser nicht rechten, und erlauben uns nur noch die Auflösung des Näthsels zu versuchen, welches Herr Rezensent in den im 4. Stücke des 3. Abschnirtes gegebenen Namen und kurzen Lebensbeschreibungen unserer Weisen findet. Die Geschichte des Alterthums nennt eine Menge Völker, die zahlreich und mächtig, eine hervorragende Stellung einnahmen. Sie sind aber verschwur!- den, und es sind kaum Spuren ihres einstigen Daseins vorhanden. Nur Israel ist geblieben, obschon mehr angefeindet und verfolgt, als jede andere Nation. Und wodurch? — Die göttliche Vorsehung, die sichtbar über uns gewacht, nahm uns in ihren allmächtigen Schutz. Sie erleuchtete viele edle Männer, inmitten einer allgemeinen Geistesfiusterniß, so, daß sie die erhabene Lehre treulich pflegten, und fort überlieferten von Geschlecht zu Geschlecht, und die eben durch diese Lehre das kräftigste Mittel, schafften, durch die Israel sich erhalten hat, bis auf diesen Tag. Diese Männer waren es, die den kaum mehr schwach glimmenden Funken der Gotreserkenntniß wieder anfachten im Herzen ihrer Brüder, und die den Glauben und das Vertrauen auf den Gott Israels nicht ersterben ') S. 8. Heft, S. 386.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.