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Ben Chananja · 1859-01-01 · 11 (1859) · p. Seite 525

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
11 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 525 (sequence 37)
Language
German
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— 525 — umwandelt werden würde, obwol auch Liptü Szt.-Miklos*) dann dazu berechtigt wäre. Ebenso gedeiht auch die dreiklassige Schule zu Freistadtl. Neutra, das in der Besetzung des dortigen Rabbinats eine glückliche Wahl getroffen, besitzteine Schule, von der sich nur Gutes und Schönes berichten läßt. Rabbiner und Lehrer leben im besten Einvernehmen, Ersterer ist nuablässtg bemüht, das Wohl der Jugend und seiner Gemeinde zu fördern, letztere wirken still und bescheiden in der Schule, und mit Recht sind Rabbiner, Lehrer und Gemeinde gegenseitig stolz auf einander. Heinrich Bur bäum, Senior der.isr. öff. Primarschule zu Preßburg. Effek, im Oktober. Während der Neujahrs-Festtage hielten mich Geschäftsangelegenheiten in Effek zurück. — Etwa vor fünf Jahren hielt ich mich in derselben Zeit daselbst auf. Der ungeregelte Gottesdienst, der Wirrwarr und das unharmonische Gemeindewesen, ohne geistliches Oberhaupt, machten einen höchst deprimirenden Eindruck auf mich, wie ein ganz anderes Effek fand ich nun vor! einen Rabbiner, dem ich hier meinen tiefgefühlten Dank für die Herzerhebende Erbauung ausspreche, die mir, die an beiden Festtagen abgehaltenen Predigten verursachten. Schöne abgerundete Diktion, geistreiche Wendungen, geläuterte Ideen und warme Religiösität erhöhten die Andacht, und die zahlreich anwesende Zuhörerschaft war begeistert.. Am darauffolgenden Bnßsabbath hielt der würdige Rabb., Hr. Spitzer, eine Draschah. — Ich gestehe es frei und offen: ich war überrascht, auf diesem, Felde einen alten Rabbiner in diesem jungen Seelsorger zu finden. Sein thalmndischer Vortrag ließ auf eine gründliche Kenntniß des Thalmud's schließen. — Freilich gehöre ich nicht zu den Thalmudisten von Fach; doch habe ich in meiner Jugend gelernt, und darf urtheilen. Schule und Kanzel wird von Hrn. Rabb. Spitzer sorgsam gepflegt, und mit Recht genießt er allgemeine Anerkennung und Achtung. — Der Vorstand der Gemeinde, an dessen Spitze Hr. M. Spitzer, unterstützt, wie ich mir sagen ließ, den Hrn. Rabbiner bedeutend in seinen frnchtreichen und viel versprechenden Bestrebungen. Ist ein solcher Aufschwung eines Gemeindelebeus in unseren leider indifferenten Tagen nicht erfreulich? — m— *) Ueber die dortige Haupt- und Nnter.realschnle hat der vorige Jahrgang einen ausführlichen Bericht gebracht. S. S. 424, 525 ff. Von der Gemeinde, die zu den gebildetsten jüdischen Gemeinden Ungarns gehört, mit gebührender Opferwilligkeit gehegt und gepflegt, leistet die Anstalt, an welcher treffliche Schulmänner wirken, in der That Ausgezeichnetes, wie wir ans glaubwürdigen Berichten bewährter Sachkenner ersehen. Der'Raum ist uns in diesem Augenblicke so karg zugemeffen, daß wir's uns versagen müssen, den Bericht, der uns über die . blühende Lehranstalt vor Kurzem zugekommen, in Ertenso zu geben, Red. .

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