Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 11 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 514 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 514 — Weitere Nachträge zu meiner Geschichte des Judenthums und seiner Sekten 1857 —1859. Von Dr. I. M. Jost. Mit großer Genugthuung benütze ich die mir von dem verehrten Herausgeber dieser durchaus lehrreichen Zeitschrift eingeräumte Erlaubnis angeregte Bemerkungen über obiges Werk, welches auch bei vielen Lesern dieser Zeitschrift Eingang gefunden hat, hier zu besprechen, angedentete Fehler zu berichtigen, und überhaupt, was zur Verbesserung desselben dient, fteimüthig darzulegen, und somit zur weitern Vervollkommnung der Erkenntniß beizutragen- Ich werde hierbei Alles rein sachlich behandeln, weder über Mißverständniffe unwillig erscheinen, noch ungeziemende Form eines Angriffes mit Bitterkeit tadeln, vielmehr den Inhalt unbefangen zur Sprache bringen, und namentlich Jedem dankbar'sein, der mit gutem Grunde eine mir entgangene Wahrnehmung aufdeckt, und eine Berichtigung beachtenswerther Fehler herbeiführt. Mir genügt das Bewußtsein, nach Wahrheit redlich geforscht zu haben, wenn auch bei der Unabsehbarkeit des Stoffes und der Quellen hie und da Mißgriffe nicht zu vermeiden waren, welche ich nachgehends zur Steuer der Wahrheit gut zu machen suche, selbst auf die Gefahr hin, daß muthwillige Zeugen mich einer bedeutenden Umwandlung in meinen Grundanschauungen zeihen und davon zu satyrischen Redereien Anlaß nehmen würden. Dies sei hier mit Rücksicht auf die übrigens, so weit sie mich betreffen, sehr unschuldigen Späßedes diesjährigen החלוץ bemerkt. Ja, ich gestehe gern, daß reifere Fortschritte mir andere Ansichten zugeführt haben, als welche mich bei meinen Jugendarbeiten leiteten, und es wäre mir leid, wenn mir die Gelegenheit entgangen wäre, dies noch vor Ablauf meiner Wirksamkeit hieniedeu offen zu bekennen. Genug, daß Jedermann überzeugt sein wird, daß keinerlei Eigennutz mich dazu bestimmt, noch eine Wandelbarkeit des Charakters dabei Einfluß geübt hat. Wer durch Stehenbleiben in der Forschung Festigkeit des Charakters zu bewähren meint, sündigt gegen sich selbst und gegen die Welt, die ihm Vertrauen schenkt. Was ich heute vorläufig einzutragen für nöthig erachte, betrifft im Ganzen nichts Wesentliches; allein in der Wissenschaft sind oft Kleinigkeiten von Werth, und ich glaube nichts, was mir bisher bekannt geworden, verschwelgen zu sollen. Ich erlaube mir zugleich die Bitte an alte Sachkenner, sich über Alles, was ihnen auffällt, entweder in Zeitschriften, oder durch Briefe an mich selbst, zu äußern, und meines Dankes im Voraus versichert zu sein. Ein wackerer junger Mann, der nur durch Monokeros bezeichnet sein will, hat mir folgende drei Erinnerungen vorgelegt: a) Im 2. Bande, S. 59. 1. dürste hinzuzufügen sein: daß die Stelle Ber. R. I. aus Jernsch. Megillah entlehnt ist, wo der Name Akiba