Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 11 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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—- 49H — zur Uebu»g führt")!" So wurde das ursprüngliche Prinzip der ״Gelehrten" in. einer Gelehrtenversammlung fast desavouirt! 18. Nachkläuge des Lyddeuser Beschlusses. Ein in den Zuständen und in den unabweisbare» Lebensbedürfntssen wurzelnde Beschluß konnte nicht wirkungslos verhallen. Nachklänge desselben ließen sich Jahrhunderte hindurch vernehmen. Der Patriarch Simon, Sohn Gamaliels II., mochte der Synode in seiner Jugend beigewohnt haben; daher sein Ansspruch: ״Nicht die Schristsorschung ist die Hauptsache, sondern die Uebung des Religionsgesetzes (Ab. 1, 15.)." R. Jsmael B. Elischa, ein Zeitgenosse der Lyddenser Synodalen, lehrte das Verbot: ״Nicht weiche dies Buch der Lehre von deinem Mun.de'")" ist nicht buchstäblich zu nehmen; vielmehr ist das Gesetzesstudium mit den Forderungen des praktischen Lebens in Einklang zu bringen"). Der Patriarch Gamaliel III. polemistrt gegen einseitige, vom Leben abgcwendete Stnbengelehrsamkeit (Ab. 2, 2). In den Tagen seines Vaters, R. Jehuda's des Heiligen, hatten die Studien in Palästina ihren Kulminationspunkt erreicht. Einer der spätem babylonischen Lehrer hatte den Wahlspruch: ״Buße und gute Werke sind der Zweck der Gelehrsamkeit (Ber. 17, a.)." Man hielt es für unzweifelhaft, daß der eine Lehrer (Rabba) deshalb nur das vierzigste Lebensjahr erreichte, weil er ausschließlich dem Gesetzesstudium oblag, und daß ein anderer (Abaje) ein Sechziger wurde, weil er auch wohlthätig war (M. Kot. 28. a.)! Ans solche Stellen gestützt hob die neuere jüdische Theologie in Deutschland, im Gegensätze zur protestantischen Doktrin vom 0) Wrr folgen der Darstellung Kidd. 40, Ix und Midr. zum Hohenl. 2, 14, womit im Wesentlichen Sisre 5 M. Nro. 41 übereinstimmt. Die Relation j. Chag. 1, 7. ist diesen Zeugnissen gegenüber als ungenau zn betrachten. Vgl. noch Scheeltos Nro. 7. L. B. des Orients VII., 90 ff., Grätz, Gnost. 01. und Jost Gesch. d. Jndenth. II. 106 ff, der sich ans Jellinek beruft. '°) Jos. 1, 8. Diesem an Josna gerichteten Gottesworte wurde frühzeitig allgemeine Geltung zugeschrieben. l>) Ber. •35, b.: הנהג בהן מנהג דרך ארץ•