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Ben Chananja · 1859-01-01 · 11 (1859) · p. Seite 492

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
11 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 492 (sequence 4)
Language
German
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— 492 — Die Synode tagte im ersten Viertel des zweiten Jahrhunderts in Lydda 7). An der Spitze der Lyddenser jüdischen Gemeinde, welche prachtvolle Synagogen besaß, das Thorastudnim aber eben so wenig begünstigte als die Beobachtung rabbinischer Einschränkungen8), stand zn jener Zeit R. Tryphon (Tarfon, Terapon): er sprach zu Gunsten der Praris. Für die Gnosis erklärte sich R. Akiba B. Josef, der größte Heros der mündlichen Lehre. Erstere Anschauung erhielt bei der Synode das Uebergewicht. Ans Ehrerbietung gegen den so hoch verehrten Freund der Gnosis gab jedoch dieselbe ihrem Beschlüsse mit diplomatischer Feinheit eine Fassung, welche scheinbar R. Akiba'ö Urtheil begünstigte. ״Wichtig ist das Studium", so lautete der Beschluß, ״indem es 7) Bibl. Lod, gegenw. Ludd liegt in einer fruchtbaren Ebene, eine Tagreise nordwestlich von Jerusalem (M- Scheb. 9, 2. Maas. Schein 5, 2.). Es gehörte zur Zeit des ersten Staatslebens wahrscheinlich dem Stamme Benjamin. Nach der Rückkehr aus dem bab. Erile wurde es von Benjaminiten bewohnt (1. Chron. 8, 12. Ehron. 2, 33. Neh. 11, 35.). Unter der syrischen Herrschaft war es Anfangs den! samaritamschen Gebiete einverleibt; die Annenon an Judäa geschah unter Demetrius Nikator, welcher es dem Hasmonäer Jonathan als Besitzthum überließ. (1. Makk. 11, 34. Jos. Alterth. XIII. 4, 9.). Hierauf gründet sich vielleicht der Ausspruch R. Eliezers Gittin 1, 1.׳ indem derselbe annahm, daß Lydda in die Provinz Judäa, das Dorf Ludim aber in die Provinz Samaria fällt, was übrigens unter den Römern der Fall gewesen sein mag. Unter Kassius und Cestins Gallus wurde L. schwer heimgesucht. Letzterer legte es in Asche, und ließ die 50 Personen tödten, welche er in der Stadt fand. Die übrigen Einwohner waren zur Feier des Laubhüttenfestes nach Jerusalem gezogen (Jos. Alt. XIV. 11, 2. 12, 2—6. s. Kr. II. 19, c.). Das Andenken an die Erschlagenen von Lod hat sich auch im Thalmud erhalten (Pes. 50, a. B. Bathra 10, b. Raschi verwechselt Lydda mit Laodizäa). Unter Vespasian war es der Hauptort einer Toparchie, ״ein Dorf, das an Größe einer Stadt nichts nachgrbt (Jos. Alt. XX. 6, 2,)." Der Thalmud verlegt den Ursprung seiner Ringmauer in die Zeit Josna's zurück (1. Meg. 1, 1. b. das. 4, a.). Bei Griechen und Römern hieß es auch Diospolis. Gegen Ende des ersten Jahrhunderts war die Schule des R. Eliezer B. Hyrkanos daselbst sehr berühmt (Sach. 32, b. Zadaim 4, 3.). Die Synode von Lydda wird zu wiederholten Malen genannt (Grätz, Ges. IV. S. 524. Anm. 24. vgl. auch Sabb. 29, b.).' 8) S. Schek. 5, 4. Ab. Zara 36. a. S. Pes. 5, 3. b. das. 62, b.

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