Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 10 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 464 — edelmüthig au den Abkömmlingen des braven Juden handelte, und dieser Fürst war der Fürst — Woroniczki. 17. Schicksal dev %fvaüitm int byzantinischen Reiche um 724. Das Schicksal der Israeliten im byzantinischen Reiche, unter Leo dem Jsaurier, war ein grausames und tragisches. Dieser byzantinische Kaiser war der Sohn eines Viehhändlers, früher Soldat, endlich Feldherr, und als solcher nöthigte er im Mai 717 den schwachen Kaiser Theodostus das Kaiserthum mit dem Kloster zu vertauschen. Er besiegte 718 die mit 1800 Segeln und einem großen Heere einfallenden Sarazenen durch die Schrecken des griechischen Feuers und zur Krönung des Sieges verfolgte er die Juden des Reiches. Um 724 erschien ein Befehl dieses viehhändlerischen Kaisers, sämmtliche Israeliten des Reiches zun! Christenthume zu zwingen,. und Tausende wurden zwar nicht Christen, doch zum Christenthume gezwungen. 18. Die Inden Ln Mähren dem Adel gleichgestellt. Es ist auffallend, daß die Israeliten zu eben jener Zeit, wo man ihnen gewöhnlich Verbrechen aller Art aufzubürden pflegte, sie allenthalben verachtete und verfolgte, doch das wichtige Recht genossen, gleich dem mährischen Adel Güter und Herrschaften an sich zu kaufen. So erschienen urkundlich Peter und Mertlinzwei Brünner JOden, als Besitzer der Veste und des DorfesStrzizow, das sie im Jahre 1382 den Rittern Diwa von Czebin und Dietrich von Sentz verkauften. 19. Die Altneu-Schnle in Prag. Die sogenannte Altneu-Schnle in Prag ist die älteste Synagoge dieser Stadt. Im Jahre 1603 war sie so baufällig und dem Einsturze so nahe, daß man deren gänzliche Niederreißung für nöthig fand. Ihre Wiederaufbanung begann noch in demselben Jahre, und nach zwei Jahren war sie bereits wieder hergestellt. Der Umbau geschah vom Grunde auf; nur von den Ost- und Südmauern wurde etwas beibehalten. Der Prediger und Richter, Rabbi Moses Schedels, der bei der Restauration sehr thätig war, gab bei deren Vollendung im Jahre 1605 die Selichoth nach dem Ritus dieser Muttersynagoge heraus. Auf dem Titelblatte derselben, erzählt der Obige historische Thatsachen, die alle Sagen und Fabeln über die Zeit des Umbaues dieser Metropole auf einmal verhauchen. Uebrigenö enthüllt schon die Inschrift von der Nordseite: ח׳אהד רשכ^ר א״הדי, Gott ist einzig, und einzig ist sein Name, das genaue Datum der Restauration. In dieser Inschrift sind die Worte: ״Und einzig ist sein Name" als Chronostichon angegeben, nämlich : — 352, 365 13 — אח״ד zum sechsten Jahrtausend der Weltaera, d. i. 1605 der gewöhnlichen Zeitrechnung. Moses Schedels nennt diese Synagoge, noch wie