Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Seesen 1× ep/1048106
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— 425 — Lehrer-, Lehrer-Witwen- und Waisen-Ver sorgungS v erein ifraelitischer Lehrer in Ungarn! An's. Werk denn, theuere Kollegen, israelitische Brüder, an's Werk, edle Führer AsraÜs, und Gott wird einem solchen Unternehmen seinen Segen nicht versagen ')! Ich schließe meinen Brief, hoffend, bald Erfreuliches über diesen Punkt im ״B.-Ch." zu lesen, versprechend, nächstens über die israelitischen Schulen unseres Bezirkes zu berichten, wenn es der geschätzte B.-Ch. erlauben wird a). Heinrich Burbaum, Senior der isr. off. Primär-Hauptschule zu Preßburg. Groß-Beeskerek, Mitte August. Es find nun gerade fünfzig Jahre verflossen, seitdem der für alles Edle und Wahre glühende Israel Jakobson zu Seesen einen Tempel errichten, und diesen mit einer Orgel versehen ließ. Berühmte Staatsmänner. Geistliche und Gelehrte strömten herbei, um das bis dahin Unerhörte zu sehen und gar mancher Musensohn machte seinen Gefühlen in lateinischen und deutschen Hexametern Lust. Welch' unendliche Kluft zwischen dem Damals und Jetzt! Das ephemere Reich, das der gewaltige Korse schuf, stürzte zusammen; Jerome's Szepter wurde gebrochen — die That des bescherdenen Jakobson gibt noch heute im fernen Osten den Impuls zum Vorwärtsschreiten und es ist wahrhaft erhebend. wenn wir — trotz der mannigfaltigen Hemmnisse, die sich der guten Sache entgegenthürmen — die freudige Wahrnehmung machen, daß unsere Glaubensbrüder allenthalben das Bessere anstreben. Obgleich hier seit Langem ein geregelter, zeitgemäßer Gottesdienst eingerichtet ist, der profanirende Singsang mit seinen ohrenzerreißenden Modulätionen verbannt war, so fühlten dennoch Viele, daß es noch an einer das religiöse Gemüth erhebenden - und zur innigen Andacht stimmenden Form — an einer Orgel mangle. Da trat vor noch nicht zwei Jahren unter den Auspizien unseres regsamen und um Hebung unserer Gemeinde-Interessen so verdienten Kultus-Vorstandes ein Eomitö zusammen und veranstaltete eine Reunion, deren Reinertrag dem Baue einer Orgel gewidmet ward. Und in der That, die Einnähme ergab — da auch die Sommitäten des hohen Beamtenstandes eine anerkennungswürdige Theilnähme an den Tag legten, ein so überraschendes Resultat* *), daß sogleich Hand an's Werk gelegt und ein in diesem Fache *) Hierauf bezügliche Vorschläge und Nachrichten werden mir stets willkommen sein. Möge der Aufruf des Hrn. B. nicht erfolglos verhallen! Ued. 2) Mit vielem Vergnügen. Urd. *) Als Zeichen einer wahrhaft seltenen Toleranz möge hier die Zuschrift folgen, die ein höchst achtbarer christlicher Mitbürger an die Unternehmer richtete, und welche wörtlich lautet: Geschätztes Comitä! Obgleich durch einen unvorhergesehenen Zufall verhindert auf der von Ihnen veranstalteten Reunion zu erscheinen, erachte ich es dennoch