Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 397 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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— 397 — sich von der einheimischen, angebornen Anschauung nicht zu trennen vermögen. So sagt der Ethiker Bach ja Jbn Bakoda: ״Leben und Tod sind Brüder. Sie wohnen zusammen, halten fest an einander, sind verschlungen, unzertrennlich. Sie werden durch die beiden Enden einer morschen Brücke zusammengehalten und alle Geschöpfe der Welt müssen über dieselbe ziehen. Das Leben ist der Eingang, der Tod der Ansgang; das Leben baut, der Tod zerstört; das Leben säet, der Tod erntet; das Leben pssanzt, der Tod entwurzelt; das Leben verbindet, der Tod trennt; das Leben reiht an einander, der Tod zerstreut!" Der arabisch oder spanisch redende Dichter sezt im Geiste seiner Muttersprache die Prädikate zu חיים in den Singular, ohne den hebräischen Sprachgebrauch zu beachten! Das Bild der ״morschen Brücke" gebraucht auch Jedaja Bedarschi (Bech. Ol. 8). Dasselbe scheint überhaupt den Dichtern des Orients geläufig gewesen zu sein. Schon Jakob von Sarug (geb. 452) leitet seine zweite metrische Rede äs Defunctis mit den Worten ein: Sieh, gereiht steh'n auf dem Wege der Welt die Geschlechter und kommen Eins nach dem andern, und eilen darauf vorüber zu Wandel». Sieh', sie ziehen vorbei auf dem Nebergänz der großen Brücke "1, Und eines drängt das andere vorüberzugeh'n zum Ende"). 15. Makrobiotisches. Dieses Ende möglichst spät eintreten zu sehen, war jederzeit der natürliche Wunsch aller Menschen. Auch die Bibel zählt ein langes Leben zu den kostbaren Gütern, zu den Belohnungen, welche der Preis der Frömmigkeit sind 17). In der thalmudischen Zeit sah .על מעברתא דגישרא רבא (* 2 * * 5, ,6) Zeitschr. d. deutschen morgenländischen Gesellschaft. XII, 118. 2 (דז M. 23, 26. Ps. 21, 5. 91, 16. Spr. 3, 2. 16. 4, 10. 10, 27. 28, 16. Job 29. 16. Davon unterscheiden sich die meist im Denteronomio vorkommenden Verheißungen eines langen und Drohungen eines kurzen Daseins, welche sich nicht auf das Individuum, sondern auf. die Gesammtheit beziehen: 5 M. 4, 40. 5, 30. 6, 2. 11, 9. 21. 32, 47. In diesem Sinne ist auch die Verheißung am Schluffe der ersten Pentas des Dekalogs (2 M. 20, 12. 5 M. 5, 16) aufzufaffen. Sie bezeichnet den Lohn für die Heilighaltung der ersten